Entdeckungen, die die Meteorologie nachhaltig beeinflussten

Wetterlexikon: Norwegische Schule

Wetterlexikon: Norwegische Schule
Die Hansestadt Bergen mit ihrem Innenhafen Vagen. © picture-alliance / Sven Simon, Anke Fleig / SVEN SIMON, SVEN SIMON

Was ist die Norwegische Schule?

Die Norwegische Schule oder auch Bergener Schule fasst wissenschaftliche Erkenntnisse und Anwendungen zusammen, die ab 1917 am meteorologischen Institut in Bergen (Norwegen) erarbeitet wurden. Vilhelm Bjerknes (norwegischer Physiker und Meteorologe, 1862 bis 1951) und seinen Mitarbeitern wie Halver Solberg und seinem Sohn Jacob Bjerknes gelangen Entdeckungen, die die Meteorologie nachhaltig beeinflussten.

Polarfronttheorie - eine Theorie der Bergener Schule

Ein Verdienst ist die Entwicklung der synoptischen Meteorologie als Arbeitsmethode, bei der Daten aus Beobachtungen und mathematisch-physikalischen Messungen zusammengeführt und auf diese Weise Wettervorhersagen objektiviert werden. Das Einbeziehen physikalischer Messgrößen aus den Atmosphärenschichten in die Wettervorhersage stellte eine entscheidende Weiterentwicklung der bis dahin ausschließlich empirischen Wetterprognosen dar.

Mit Begriffen wie Luftmassen und Fronten als Grenze zwischen verschiedenen Luftmassen unterstützten sie das Verständnis über die Ausbildung von Tiefdruckgebieten. Aus der Analyse der Dynamik und Verteilung von Luftmassen sowie deren Strömungsstrukturen leiteten sie Erkenntnisse zum Lebenszyklus von Tiefdruckgebieten ab. Sie finden sich in der von diesen Wissenschaftlern entwickelten Polarfronttheorie wieder.