Harsch lässt Skifahrer häufig stürzen

Wetterlexikon: Harsch

Wetterlexikon: Harsch
Meist ist Harsch extrem brüchig und glatt. © picture alliance / prisma, Frischknecht Patrick

Was ist Harsch?

Harsch ist sogenannter Altschnee, der bereits mindestens einmal aufgetaut und wieder gefroren ist. Die häufigste Form von Harsch ist Bruchharsch oder Schmelzharsch. Dieser Schnee taut durch Wärmewirkung, zum Beispiel durch Sonneneinstrahlung bei klarem Winterwetter, auf und friert bei Nachtfrost zu einer geschlossenen, harten Decke fest. Die Dicke dieser Schicht kann sehr unterschiedlich sein. Darunter liegt Pulverschnee. Meist ist Harsch extrem brüchig und glatt, daher schafft er sehr schwierige Bedingungen für Skifahrer und führt häufig zu Stürzen.

Aus Harsch können Gletscher entstehen

Für die Entstehung von Harsch sind bestimmte Wetterbedingungen nötig: Tagsüber Sonnenschein, nachts Frost. In Mitteleuropa entsteht zum Beispiel Bruchharsch nur im Winter. Fällt im Herbst oder Frühling Schnee, ist es nachts nicht kalt genug, dass angeschmolzener Schnee wieder festfriert.

Findet der Verharschungsprozess mehrmals nacheinander statt, entsteht extrem dichter Firnschnee. Aus diesem wiederum können innerhalb von Jahrzehnten Gletscher entstehen, wenn sich jeden Winter erneut eine Schicht aus Harsch bildet und die Temperaturen im Sommer nicht zum Abschmelzen ausreichen.