Wetterlexikon: Gletscher

Gletscher verliert in einem Jahr 2 Meter
Gletscher verliert in einem Jahr 2 Meter Seit 1850 werden die Gletscher immer kleiner 01:54

Was ist ein Gletscher?

Als Gletscher bezeichnet man Eismassen, die sich auf einem dünnen Schmelzwasserfilm talwärts bewegen. Sie entstehen in Regionen oberhalb der Schneefallgrenze. Das durchsichtige, bläulich schimmernde Gletschereis bildet sich beim Zusammenpressen von Firnschnee. Befindet es sich auf einer Fläche mit Gefälle, fängt es an zu fließen, der Gletscher bewegt sich hangabwärts. Je nach Bodenbeschaffenheit reißt er auch noch Geröll mit sich.

Gletscher sind das größte Süßwasser-Reservoir der Erde

Die Temperatur hat maßgeblichen Einfluss auf das Tempo der Vergletscherung. Grönland-Gletscher sind älter als 100 Jahre, Gletscher in Alaska bilden sich schon innerhalb weniger Jahre. Polares Gletschereis ist sehr viel dicker als das alpiner Gletscher: Manche Eisschicht misst dort 4.000 Meter.

Gletscher gelten als größtes Süßwasser-Reservoir der Erde und haben einen großen Einfluss auf das Klima. Herrschen im Einzugsgebiet des Gletschers niedrige Temperaturen, so bildet sich dort ein Hochdruck-Gebiet. Das durch den Klimawandel bedingte beschleunigte Abschmelzen der Gletscher erhöht den Meeresspiegel. In alpinen Regionen kann es durch Gletscher zu Überschwemmungen kommen.