Firnschnee wird auch „ewiger Schnee“ genannt

Wetterlexikon: Firnschnee

Wetterlexikon: Firnschnee
Firnschnee taut nicht so schnell auf wie anderer Schnee. © picture-alliance / Udo Bernhart, Udo Bernhart, udo rf

Was ist Firnschnee?

Firnschnee ist Schnee, welcher länger als ein Jahr auf dem Boden liegt. Aus etwa acht Metern Neuschnee entwickelt sich ein Meter Firn. Dieser entsteht, wenn der Schnee immer wieder auftaut und anschließend gefriert. Die feinen Eiskristalle lagern sich dabei zu festeren Strukturen zusammen, sodass eine dicke Eisschicht entsteht, die im Inneren besonders kühl ist. Der Firnschnee taut hierdurch nicht so schnell auf wie anderer Schnee.

Firnschnee kommt meist nur in hohen Lagen oder kalten Regionen vor

Firn besitzt eine Dichte, die etwa zwischen 0,4 und 0,8 g/cm³ liegt. Häufig wird der Firnschnee zum Altschnee gezählt, da jeglicher Schnee, der länger als drei Tage auf dem Boden liegt, als Altschnee bezeichnet wird.

Die Schichten des Firnschnees können brechen. Durch das Brechen entsteht ein charakteristisches Geräusch, welches vor allem in den kälteren Regionen zu hören ist. Der Firnschnee benötigt immer ausreichend kalte Temperaturen, weshalb er häufig nur in hohen Lagen oder kalten Regionen vorkommt.