Kontinentales Windsystem in Nordafrika

Wetterlexikon: Harmattan

Wetterlexikon: Harmattan
Vulkanlandschaft im Mandara-Gebirge im Harmattan. © picture alliance / imageBROKER, Martina Katz

Was ist ein Harmattan?

In der Meteorologie beschreibt der Begriff Harmattan das kontinentale Windsystem Nordafrikas. Der Harmattan tritt in Form von heißem, trockenem Landwind (Nord-Ost-Passat) in Afrika auf. Dabei beschränkt er sich auf die äquatoriale Zone zwischen dem Äquator und etwa 20° nördlicher Breite. Der Harmattan kann ganzjährig auftreten, was vor allem in ariden Regionen, also in trockenen und niederschlagsarmen Gebieten wie etwa der Sahara, gut zu beobachten ist.

Der Harmattan tritt hauptsächlich in der Trockenzeit und im Borealen Winter auf

Zumeist tritt der Harmattan in der Trockenzeit und von Dezember bis März, im sogenannten borealen Winter, auf. Der Wind geht mit der Abtragung großer Staub- und Sandmengen aus den Wüstenregionen einher. Dies wird deutlich, wenn man sich entsprechende Gebiete, primär die Region von der Westsahara bis zu den Kapverdischen Inseln, auf dem Satellitenmonitor anschaut. Hier ist der Harmattan in Form großer Staubfahnen zu erkennen.