Tritt in der Regel auf der Leeseite eines Gebirges auf

Wetterlexikon: Fallwind

Föhn
Der Föhn ist ein ein warmer, trockener Fallwind, © dpa, Thomas Warnack, bwe

Was ist ein Fallwind?

Als Fallwind wird eine absteigende Windbewegung an Gebirgshängen bezeichnet, die für diverse Klimaerscheinungen eine Rolle spielt. Man unterscheidet das Phänomen abhängig von der Lufttemperatur. Wenn Luft ein Gebirge überströmen muss, erwärmt sie sich meist. Die Luftmasse fällt auf der windabgewandten Seite des Berges deshalb in der Regel warm und trocken ab, wodurch Wetterphänomene wie der Föhn entstehen.

Wenn die ursprüngliche Lufttemperatur allerdings gering ist, kann bei der Überwindung des Gebirges keine Lufterwärmung stattfinden. Der Fallwind ist in diesem Fall kalt und wird häufig auch als Gletscherwind bezeichnet. Hierdurch entstehen Wettererscheinungen wie der Mistral.

Der Bora ist eine Sondererscheinung der Fallwinde. Die Luftmassen fließen dabei sturmartig von kalten Hochflächen in wärmere Ebenen ab. Manchmal wird in der Umgangssprache auch der Downburst als Fallwind bezeichnet. Dabei handelt es sich um eine starke Fallböe in Folge eines schweren Unwetters.