Wetterlexikon: Mistral

Was ist ein Mistral?

Der Begriff Mistral bezeichnet einen Wind, der von Norden oder Nordosten kommend von der Mittelmeerküste in Richtung Meer weht. Sein Vorkommen ist besonders häufig an der Mündung des Ebro in der Nähe von Genua. Der kalte und trockene Wind erreicht Geschwindigkeiten von 100 bis 200 km/h und sorgt häufig für schwere Verwüstungen.

Kalte Polarluft sucht sich ihren Weg in Richtung Mittelmeer

Grund für das Auftreten des Mistrals ist meist eine Erhöhung des Luftdrucks im Nordwesten Europas. Die kalte Polarluft sucht sich ihren Weg in Richtung Mittelmeer und trifft dabei auf die europäischen Bergmassive. Während die Polarluft die engen Kanäle durch die Alpen, die Pyrenäen und das französische Zentralmassiv passiert, erhöht sich die Windgeschwindigkeit signifikant.

Vor allem das Klima in Marseille ist die Hälfte des Jahres über vom Mistral gekennzeichnet. Auch die Provence ist von den trockenen Winden geprägt, ebenso die Balearen, Teile Nordafrikas, Sizilien und Malta.