Bora

Wetterlexikon: Bora

Von Wind geformter Baum.
Ein von Wind geformter Baum auf der kroatischen Insel Pag. © picture alliance / imageBROKER, Martin Siepmann

Was ist Bora?

Die Bora als einer der heftigsten Fallwinde und damit ein gefürchtetes Phänomen im Gebiet der oberen Adria. Vor allem im Gebiet zwischen dem italienischen Triest, der montenegrinischen und der kroatischen Küste kommt es zu Spitzenböen von bis zu 250 km/h. Je nach Landschaft ist sie in ihrem Richtungsverlauf oft unvorhersehbar.

Die Bora prägt das Bild an den Küsten

Durch den Temperaturunterschied zwischen kalter Luft über dem Land und wärmerer über dem Meer kommt es in der Anfangsphase der Bora zu einem höheren Anstieg der Temperaturen. Ein zusätzlicher Luftdruckanstieg findet sich bei der antizyklonaren Bora über dem Festland. Die zyklonare Bora entsteht über dem Meer.

Neben den starken Fallwinden an der oberen Adria treten ähnliche Erscheinungen auch an anderen meernahen Gebirgsketten in Japan, in Skandinavien und im Golf von Mexiko auf. Durch die hohe Windfrequenz prägt die Bora die Gebiete an den Küstengebieten, eine Karstlandschaft entsteht. Dieses Phänomen wird durch die hereinbrechende Gischt, die den Boden versalzt, verstärkt.