Wenn es besonders kalt ist, können sich feine Eissplitter in der Luft bilden

Wetterlexikon: Eisnadeln

Wetterlexikon: Eisnadeln
Eisnadeln auf der Außenalster. © picture alliance / Hinrich Bäsem, Hinrich Bäsemann, hin sv

Was sind Eisnadeln?

Eisnadeln sind feine Eissplitter, die sich in der Luft mit Hilfe von Sublimation bilden. Dafür muss es in den Schichten der Atmosphäre besonders kalt sein. Meistens ist das Wetter klar und die Sonne scheint, wenn die kleinen Nadeln aus Eis in der Luft schweben. Sie sorgen dafür, dass die Sicht leicht getrübt ist. Nach einiger Zeit fallen sie auf die Erde hinab, wo sie sich übereinanderlagern und größere Eisnadeln bilden.

Eisnadeln werden auch Diamantstaub genannt

Häufig ist dieses Phänomen an Pflanzen und Ästen zu beobachten. Da die kleinen Eisnadeln eine besonders feine Struktur aufweisen, werden sie in der Fachsprache auch als Diamantstaub bezeichnet.

Trotz ihrer Feinheit können sie durch Überlagerung eine beachtliche Länge bekommen. Eisnadeln kommen vor allem in Gebieten mit ständiger Kälte vor, während sie in gemäßigten Breitengraden seltener zu beobachten sind.