Wenn es eiskalt, klar und windstill ist

Wetterlexikon: Diamantstaub

Diamantstaub Halo
Der Diamantstaub wird erst durch den Sonnenschein sichtbar. © picture alliance / All Canada Ph, Ken Gillespie, RM

Was ist Diamantstaub?

Wenn im Winter die Temperaturen unter minus 10 Grad liegen, kann sich unter bestimmten Bedingungen in den höheren Schichten der Atmosphäre der sogenannte Diamantstaub bilden. Es handelt sich dabei um sehr feine, glitzernde Eisnadeln, die normalerweise nur bei eisiger Kälte, einem wolkenlosen Himmel und Windstille am Himmel erscheinen. 

Diese Himmelserscheinung wird auch Hydrometeor genannt

Die Eisnadeln werden erst durch den Sonnenschein sichtbar, weshalb das Phänomen nur bei klaren Wetterlagen auftritt. Der Diamantstaub schwebt an diesen Tagen ganz langsam zur Erde und glitzert strahlend im Sonnenlicht.

Diamantstaub gehört zu den Himmelserscheinungen, die Hydrometeore genannt werden. Diese entstehen durch Kondensation und Sublimation aus atmosphärischem Wasserdampf. Diamantstaub fällt langsam zur Erde herab und zählt deshalb zu den fallenden Hydrometeoren, welche wiederum zu den Niederschlagsarten gezählt werden. Zu diesen gehören beispielsweise auch Schnee, Hagel oder Regen.