Weichenstellung für den Winter läuft
Wie wird das Wetter im Januar 2024? Eiskalte Prognose wieder im Rennen
Es ist ganz schön spannend in der winterlichen Atmosphäre der Nordhalbkugel. Der weitere Winterverlauf für mittlere Breiten wie Deutschland ist noch lange nicht entschieden. Möglich ist auch ein heftiger Kälteeinbruch im Januar. Gerade sieht es jedenfalls danach aus.
Oben im Video: Der aktuelle Temperaturfilm für Deutschland für die nächsten 14 Tage
Erstmal noch windig, nass und mild

Die Wetterlage hat sich offenbar in ihren selbst produzierten aufgeweichten Böden und schlammigen Wegen festgefahren. In einer strammen Westwinddrift kommt immer wieder milde Luft nach Deutschland. Nördlich von Deutschland rasen die Tiefdruckgebiete den Jetstream entlang und überfahren uns immer wieder mit ihren nassen und windigen Ausläufern. So kann sich einfach kein kaltes Winterwetter mit Frost und Schnee hierzulande einstellen.
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Wetter im Januar 2024 - Variante mit Regen, Sturm und zu hohen Temperaturen

Gestern sah es danach aus, dass sich selbst die Wettercomputer da nichts schön rechnen konnten. Bis auf Schnee ab den Höhen der Mittelgebirge und kurzen Kaltlufteinbrüchen fehlte in der Monatsprognose von wetter.de jede Spur vom Hochwinter, der kältesten Phase des Jahres. Analog zum Hochsommer, der klimatologisch gesehen die heißeste Zeit des Jahres umfasst, gibt es nämlich auch den - nur nicht so oft erwähnten - Hochwinter. Normalerweise macht der sich hierzulande von Anfang/Mitte Januar bis Mitte Februar breit.
Aber am Ende sollte der Monat 2,3 Grad zu warm und fast 60 Liter pro Quadratmeter zu nass ausfallen. Das ist doppelt so viel Regen verglichen mit einem Januar in den Jahren 1961 bis 1990. Aber die wechselhafte und stürmische Variante des Januar 2024 ist noch nicht ausgemacht.
Wetter im Januar 2024 - Variante mit eisiger Kälte und etwas Schnee

Jetzt werfen die Berechnungen ein ganz anderes Bild heraus. Demnach würde es nach dem Dreikönigstag tatsächlich zu einer eklatanten und nachhaltigen Umstellung der Wetterlage kommen. Niederschläge wären kein großes Thema mehr und die Hochwasserlage sollte sich überall langsam entspannen können. Aber viel krasser: Das Temperaturmittel würde in den strengen Frostbereich abrutschen und dort auch bis zum Ende des Monats bleiben. Ein 4,7 Grad zu kalter Januar 2024 wäre das Ergebnis.
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Dauerfrost im Januar - hier steckt also der Winter

Gut, diese konkreten Zahlen sind jetzt nicht unbedingt wörtlich zu nehmen. Aber die aktuelle Berechnung zeigt eben auch, dass es manche Bedingungen gibt, die eine solche Eiseskälte hervorrufen könnten. Die Temperaturkarte vom 11. Januar 2024 für Europa zeigt, wie die Luft aus dem Eiskeller Skandinavien nach West und Mitteleuropa vorstößt. Dann wären in Deutschland nur noch die Küstenbereiche im Norden frostfrei, ansonsten hätte Dauerfrost das Land in der Hand.
Für eine solche Wendung der Wetterlage spricht ein wichtiges Anzeichen. Es deutet einiges darauf hin, dass in den höheren Schichten der Polarwirbel zusammenbricht. Das wiederum könnte Kaltluftvorstöße bis weit in den Süden möglich machen - eventuell eben auch mit nachhaltig kalten Folgen für unseren Januar.
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