Polarwirbel schwächelt

Winter kehrt nochmal mit Schnee nach Nordamerika zurück

von Karim Belbachir und Martin Pscherer

Der Polarwirbel bricht mit dem sich anbahnenden Frühling zusammen und lässt die Menschen im Osten Nordamerikas frieren. Kalte Polarluft breitet sich sehr weit südlich aus und bringt teilweise bis zu 20 cm Neuschnee in den Osten Kanadas und Nordosten der USA.

Im Video: So wirkt der Polarwirbel auf das Wetter

Frühling hatte sich bereits in den USA breit gemacht

 NEW YORK, NY - FEBRUARY 01: A pedestrian walks along a street during a snowstorm on February 01, 2021 in the Queens borough of New York City. PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxHUNxONLY Copyright: xVCGx CFP111315799154
Im Nordosten der USA muss man sich wieder auf Schnee einstellen.

Der Polarwirbel steht kurz vor dem Zusammenbruch. Diese Schwäche hat nun eine Kältewelle südwärts Richtung östliches Kanada und den Nordosten der USA durchgelassen. Das bringt Temperaturen bis zu -7 Grad und Schneefall mit sich. Und das gerade jetzt, wo sich der Frühling im Nordosten der USA bereits breit gemacht hatte. Der Winter kehrt also nochmal zurück und lässt die Temperaturen purzeln. Teilweise liegen sie 20 Grad unter dem zu dieser Jahreszeit üblichen Werten.

RTL-Meteorologe Martin Pscherer erklärt: „In den USA bringt ein Tief gerade wieder kalte Polarluft bis in südlichere Regionen ungefähr bis in die Bundesstaaten Virginia und North Carolina. Das bedeutet nachts Frost. Je weiter auf dem Nordamerikanischen Kontinent desto eher ist auch tagsüber Dauerfrost und zeitweise Schnee dabei.“

Teilweise bis zu 20 cm Neuschnee

Höchsttemperaturen im Osten der USA und Kanadas am Montag, 28. März
Die Karte zeigt die Höchsttemperaturen für den Osten Nordamerikas am Montag. Frieren statt sonnen ist in Teilen Kanadas und der USA angesagt.

Statt Frühlingssonne und blühenden Pflanzen gibt es nun also erneut Schnee. Pscherer: „Am Sonntag und Montag können regional nochmal um die 20 cm Schnee zusammenkommen.“ Dazu wehen starke Winde, die die gefühlten Temperaturen (Windchill) noch kälter erscheinen lassen.

Wie es mit dem Wetter weitergeht, weiß Pscherer auch: „Ab Dienstag wird es zunehmend trocken und ab Mittwoch auch wieder deutlich wärmer. Denn dann wird ab der zweiten Wochenhälfte mit einem neuen Tief feuchtwarme Luft von Süden angezapft und es muss zuerst von (ungefähr) Mississippi bis Kentucky mit kräftigen Regengüssen und möglicherweise auch Tornados gerechnet werden. Das breitet sich später auch weiter nach Osten aus.“

Gerade wenn der Polarwirbel zusammenbricht, kann immer wieder kalte Luft aus der Polarregion weiter südlich durchbrechen. Im vergangenen Winter war der Polarwirbel besonders intensiv und brachte die ein oder andere Kältewelle nach Nordamerika.

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(kfb/mps)