Bis zu 250 Liter pro Quadratmeter

Regen ohne Ende bis zur Wochenmitte

von Karim Belbachir & Björn Alexander

Mit Hochdruckwetter hatten wir gerechnet, doch zeigt sich nun, dass uns Tiefdruckgebiete in den kommenden Tagen eher mit Regen und stürmischen Wind um die Ecke kommen.

Regen statt sonnigem Herbstwetter

Niederschlag am Mittwoch, 15. November, in Deutschland
Es regnet - und das nicht zu knapp. Gerade im Süden kommt am Mittwoch einiges runter.

Zuletzt schien es, als ob sich in der Mitte der Wetterwoche endlich ein Hochdruckgebiet unser Wetter bestimmt. Inzwischen sind die Aussichten dafür jedoch äußerst gering. Stattdessen behalten die Computermodelle weiterhin die Tiefdruckgebiete im Fokus. Den Anfang macht das Tief „Jasper“, das uns am Montag mit frischem Regen und milderer Luft erreicht. Dadurch wird auch der Schnee in den Mittelgebirgen schmelzen. Im Schwarzwald sind beispielsweise teilweise bereits etwa 20 Zentimeter Schnee gefallen.

Die Prognosen für die Schneeschmelze gehen jedoch weit über das Tauwasser hinaus, insbesondere im Süden und Südwesten. Gemäßigte Ansätze erwarten in Richtung Südschwarzwald und Allgäu bis einschließlich Mittwoch etwa 100 Liter Regen pro Quadratmeter. Die mittelmäßigen Vertreter unter den Wettermodellen prognostizieren zwischen 100 und 150 Litern, während die intensivsten Vorhersagen sogar bis zu 250 Liter pro Quadratmeter sehen. Zum Vergleich: Der durchschnittliche Jahresniederschlag in Berlin beträgt etwa 550 Liter pro Quadratmeter.

Entspannung erst Ende der Woche

26.08.2022, Berlin: Passanten mit Plastik-Regenschutz gehen nahe des Brandenburger Tors durch den Regen. Foto: Christoph Soeder/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Die intensive Wetterlage mit heftigem Regen entspannt sich erst Ende der Woche.

Aufgrund der bereits regenreichen Tage zuvor sind die Böden häufig schon stark durchnässt oder sogar übersättigt. Dadurch steigt die Gefahr von Hochwasser und Überflutungen deutlich an. Dies betrifft vor allem weiterhin Wiesen- und Auenbereiche sowie kleinere Bäche und Flüsse, insbesondere im Einzugsgebiet von Hoch- und Oberrhein. Aktuell ist jedoch keine umfassende Hochwasserlage an den großen Flüssen zu befürchten. Ein Grund dafür ist unter anderem, dass sich die teilweise sehr intensive Wetterlage voraussichtlich gegen Ende der Woche etwas entspannen wird. Immerhin sagen uns die Computerprognosen endlich eine Abnahme der Windstärke, weniger Regen und generell wechselhaftes Wetter voraus, in dem die Sonne zwischendurch zum Vorschein kommen könnte.

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(bal, kfb)