1.400 Kilometer durch die Niederlande, England, Wales und Schottland

COP26: Wetter.de-Redakteur Oliver Scheel radelt zur UN-Klimakonferenz nach Glasgow

Kommt mit auf die Radtour von Köln nach Glasgow

Am 31. Oktober beginnt in Glasgow in Schottland die 26. UN-Klimakonferenz. Und da möchte ich gerne dabei sein. Und zwar mit meinem Rad. Daher bin ich nun schon unterwegs, denn von Köln nach Glasgow sind es gut 1.400 Kilometer. Zumindest wenn man die Route fährt, die ich mir ausgesucht habe. Ich möchte nämlich unterwegs Menschen treffen, die mit guten Ideen vorangehen im Kampf gegen die Erderwärmung. Ich möchte Projekte vorstellen, die großes Potenzial haben oder die es einfach wert sind, einem größeren Publikum vorgestellt zu werden. Und ich möchte meine Eindrücke von der Reise mit dem Fahrrad durch das Rheinland, die Niederlande, England, Wales und Schottland hier teilen. Kommt doch einfach mit.

Begleiten könnt ihr meine Reise nicht nur hier im Blog, auf dem ich täglich von meiner Tour berichte, sondern auch auf dem Instagram-Kanal von RTLaktuell.

COP26-Gastgeber geht voran Richtung Klimaneutralität: Was Schottland jetzt schon tut

Wie eine Aufforderung zum Handeln: Rekordregen vor der Klimakonferenz in Schottland

  • 10/16/20216:34:00 PM

    Radtour zur Klimakonferenz

    Mit dem Fahrrad zur Klimakonferenz nach Glasgow - warum eigentlich nicht? Unterwegs gibt es bestimmt spannende Themen zu sehen. Unser Redakteur Oliver Scheel ist nun unterwegs und besucht auf der 1.400 Kilometer langen Strecke einige schöne Projekte. Hier berichtet er täglich darüber, wie es ihm persönlich geht, was Wind und Wetter mit ihm machen und welche beeindruckenden Begegnungen er auf der Insel hat. 

    • 10/31/20216:29:39 PM

      Glasgow - Zufrieden und da!

      Ist irgendwie seltsam: ich bin da! Die 1.360 Kilometer, 9.500 Höhenmeter sind geschafft. Sturm und Gegenwind - Regen ohne Ende - ein bisschen Sonne - so viele tolle Menschen getroffen. Ich weiß echt nicht, was ich sagen soll. 
      Es hat alles geklappt. Gesund, fit, keine Pannen. Wahnsinn. Jetzt müssen wir nur noch die Welt retten.
      • Auf dem Weg gab es Hunderte Windräder. Hier auf der Whitelee Windfarm wird der Strom für 300.000 Menschen erzeugt.Auf dem Weg gab es Hunderte Windräder. Hier auf der Whitelee Windfarm wird der Strom für 300.000 Menschen erzeugt.
      • Endlich da! Das Rad ist verpackt. Komisch irgendwie, dass ich morgen nicht mehr auf's Fahrrad steige.Endlich da! Das Rad ist verpackt. Komisch irgendwie, dass ich morgen nicht mehr auf's Fahrrad steige.
    • 10/30/20213:19:35 PM

      Coole Begegnung auf dem Radweg

      Heute habe ich noch ein paar verrückte Radler wie mich getroffen. Lucy und Johann sind ebenfalls rund 1.000 Kilometer mit dem Fahrrad von Brighton nach Glasgow zur Klimakonferenz unterwegs und sammeln dabei sogar Spenden. Super Aktion der beiden!
      • Ich bin nicht der einzige, der mit dem Fahrrad nach Glasgow fährt.Ich bin nicht der einzige, der mit dem Fahrrad nach Glasgow fährt.
    • 10/30/20213:14:31 PM
      • Heute war ich in Lockerbie. Eine krasse Erinnerung aus meiner Kindheit. Damals saß ich vor dem Fernseher und habe das erste Mal von Terror gehört. Das hat sich bei mir eingebrannt und so war ich heute bei der Gedenkstätte, die an den Bombenanschlag auf das Flugzeug erinnern. Die Trümmerteile flogen auf Lockerbie und töteten hier acht Menschen. Heute war ich in Lockerbie. Eine krasse Erinnerung aus meiner Kindheit. Damals saß ich vor dem Fernseher und habe das erste Mal von Terror gehört. Das hat sich bei mir eingebrannt und so war ich heute bei der Gedenkstätte, die an den Bombenanschlag auf das Flugzeug erinnern. Die Trümmerteile flogen auf Lockerbie und töteten hier acht Menschen.
    • 10/30/20213:12:40 PM
      Glasgow rückt näher - die Laune steigt
      Ich werde nicht als Wrack in Glasgow ankommen. Es zwickt zwar an mancher Ecke, aber das rückt in den Hintergrund, je näher Glasgow kommt. 
      Es ist mein vorletzter Radeltag mit Sonne und kalten 7 Grad. Die Etappe war entspannt und ich freue mich irre auf Glasgow, das ich morgen erreichen werde.
       
    • 10/29/20214:29:19 PM

      Krass nasser Tag heute

      Ich bin im Lake District und man weiß nicht, wo der Lake aufhört und die Wiese anfängt, die völlig überschwemmt ist. Es regnet so krass, dann von jetzt auf gleich peitschender Sturm, so dass ich in eine Scheune flüchten musste. Auch die Schafe flüchten von den Wiese auf die Straße, weil die Weiden überschwemmt sind. Heute ist der Tag gegen die Gewalten, wirklich krass. Das Wasser ist einfach überall, in meinen Schuhen, und leider auch in meinen „Regen-Klamotten“. Ich freue mich, wenn ich heute im trockenen Hotel angekommen bin.

      Aber neben all dem Regen: Die Gegend ist so unglaublich schön. Echtes Hobbitland - wer hier hinkommt, kann sich eine Reise nach Neuseeland sparen. Und damit auch jede Menge CO2.

      • Es hat super viel geregnet die letzten Tage. Und heute war es besonders krass.Es hat super viel geregnet die letzten Tage. Und heute war es besonders krass.
      • Als der Sturm los ging, musste ich mich in eine Scheune retten.Als der Sturm los ging, musste ich mich in eine Scheune retten.
      • Das ist wahrscheinlich die schönste Strecke der ganzen Tour. Und das bei dem Wetter.Das ist wahrscheinlich die schönste Strecke der ganzen Tour. Und das bei dem Wetter.
      • Hier hätte auch Herr der Ringe gedreht werden können.Hier hätte auch Herr der Ringe gedreht werden können.
      • Regen mit Sturm: Ich musste mich in eine Scheune flüchtenRegen mit Sturm: Ich musste mich in eine Scheune flüchten
      • Hier fühlt sich jedes Fahrrad wohl: Mein Canyon Grizl im Lake DistrictHier fühlt sich jedes Fahrrad wohl: Mein Canyon Grizl im Lake District
    • 10/28/20214:10:47 PM

      Die Problemzonen des Fahrradfahrers

      Gut 1.100 Kilometer habe ich mittlerweile absolviert, vor mir liegen nur noch gut 260 - je nach Route. Das Ende ist also langsam in Sicht, am Freitag erreiche ich schon fast die schottische Grenze. Wird auch Zeit, denn die ersten Zipperlein trage ich nun mit mir herum. War ja irgendwie auch zu erwarten. Nichts Schlimmes, es sind die klassischen Problemzonen des Radfahrers: 

      1. Nacken/Rücken - eigentlich hab ich durch das viele Radfahren eine ganz gute Nackenmuskulatur, aber der schwere Rucksack fordert seinen Tribut. Jeden Tag stundenlang das Ding auf dem Rücken - das hinterlässt Spuren. Gymnastik am Abend hilft. Aber zurück in Köln gibt's auf jeden Fall eine Massage.
      2. Knie - alles in allem halten die Knie erstaunlich gut, die sind nämlich mein Schwachpunkt. Zu viele Jahre Fußball, zu viele Verletzungen. Aber bis auf ein Zwicken nach den ganz langen Touren mit mehr als 130 km und vor allem den vielen Höhenmetern ist nicht zu verzeichnen. Trotzdem laufe ich abends nicht mehr ganz "rund" :-)
      3. Der Hintern - das stundenlange Sitzen auf dem Sattel ist nicht mehr die große Wonne. Ich gehe häufiger aus dem Sattel und fahre im Stehen, das entlastet. Wenn es leicht bergab geht, lass ich rollen und hebe mich ein bisschen aus dem Sattel. Ich glaube, das macht man automatisch.

      Und schließlich: Ich erhole mich nicht mehr gut. Ich merke, die 8 Stunden Schlaf reichen nicht mehr. An manchen Tagen fühle ich mich nach 25 Kilometern wie am Anfang der Tour nach 95. Die Beine kommen an ihre Grenze. Und einmal mehr bewundere ich die Radprofis, die so viel mehr und so viel schneller fahren als ich. Echt bewundernswert...   
      • Das Knie zwickt mittlerweile ein bisschen. Dabei hatte ich jetzt zwei Tage Rückenwind.Das Knie zwickt mittlerweile ein bisschen. Dabei hatte ich jetzt zwei Tage Rückenwind.
    • 10/27/20215:14:28 PM

      Ohne Vokale von Beatle zu Beatles 

      Gestern noch beim Beatle-Käfer, heute in Liverpool, der Stadt der Beatles angekommen. 130 Kilometer mit Rückenwind liegen hinter mir. Durch Wales zu fahren ist ein echter Augenschmaus. Und Spaß gemacht hat es auch. Die keltische Sprache hat es mir besonders angetan. "Rhosllanerchrugog" oder "Bwlch-y-ffridd", ich liebe diese Ortsschilder. Wusstet ihr schon? Es gibt neun Millionen Schafe auf 3 Millionen Einwohner in Wales. Umgerechnet auf Deutschland müssten wir also 250 Millionen Schafe haben. Schaffen wir nicht ganz, wir haben ganze 1,5 Mio. 
      • Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie so viele Schafe in so wenigen Tagen gesehen.Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie so viele Schafe in so wenigen Tagen gesehen.
      • Diese Sprache darf nicht aussterben. Die ist einfach zu cool.Diese Sprache darf nicht aussterben. Die ist einfach zu cool.
    • 10/26/202112:08:27 PM

      Oldtimer werden zu Elektroautos

      Wir sind heute bei Electric Classic Cars in Wales. Richard und seine Crew baut aus Oldtimern Elektroautos. Manchmal basteln die elf Mitarbeiter bis zu sechs Monate an einem Projekt.
      Eine so gute Idee, dass sie sich schon bis nach Hollywood herumgesprochen hat. Dev Patel, der Schauspieler, der den Slumdog Millionär gespielt hat, hat auch schon seinen Wagen hier umbauen lassen. Entstanden ist die Idee aus einem Hobby. Gleich geht es auf eine Probefahrt mit einem alten VW-Bus aus dem Jahr 1958. 

      Richards Autos sind in doppeltem Sinne nachhaltig: Denn je länger ein Auto fährt, umso umweltfreundlicher ist es, weil keine neuen Ressourcen benötigt werden. Und noch umweltfreundlicher ist ein leises surrendes Auto, das keine Emissionen verursacht. https://www.wetter.de/cms/wie-ein-start-up-aus-wales-aus-oldtimern-elektroautos-macht-4848282.html
      • In der Werkstatt von Electric Classic Cars findet man Schätzchen aller Art.In der Werkstatt von Electric Classic Cars findet man Schätzchen aller Art.
      • Der absolute Klassiker hier ist wohl der Käfer, der dann später mit einem Elektromotor durch die Gegend schnurren wird.Der absolute Klassiker hier ist wohl der Käfer, der dann später mit einem Elektromotor durch die Gegend schnurren wird.
      • Der DeLorean auf der Bühne ist eines der ganz besonderen Schätzchen, die man hier zu sehen bekommt. Vielleicht dem einen oder anderen noch aus Der DeLorean auf der Bühne ist eines der ganz besonderen Schätzchen, die man hier zu sehen bekommt. Vielleicht dem einen oder anderen noch aus "Zurück aus der Zukunft" bekannt.
    • 10/24/20217:43:27 PM

      Tag 10 - die Königsetappe

      Heute stand die längste Strecke an. Knapp 150 Kilometer nach Wales - inklusive 2.000 Höhenmeter. Auch der höchste Punkt meiner Tour liegt mit 440 Metern nun hinter mir. Ganz schön anstrengend. Der Nieselregen zieht in alle Poren. Und dann kam Wales und hat mich mit seiner aparten Schönheit begeistert. Total. Da waren die Strapazen schnell vergessen. Man fährt eigentlich nur an Schafweiden vorbei. Dann kam die Sonne raus, der Nebel zog auf. So schön. Morgen genieße ich die Gegend und lege einen Ruhetag ein, bevor es übermorgen zu ein paar Autoschraubern geht, die aus Oldtimern Elektroautos machen. Freu mich.
      • Das ist einfach nur schön.Das ist einfach nur schön.
      • Ein grüner Traum. Man, ist die Gegend schön.Ein grüner Traum. Man, ist die Gegend schön.
      • Und wo man hinschaut, Schafe.Und wo man hinschaut, Schafe.
      • Die Abendstimmung legt noch einen drauf. Wales ist echt der Hammer.Die Abendstimmung legt noch einen drauf. Wales ist echt der Hammer.
    • 10/23/20215:56:53 PM

      3:1 für die Rovers - 3:1 für den Klimaschutz

      Na, also, 3:1 gewonnen. 3:1 für den Klimaschutz sozusagen. Es war ein spannender Tag, hinter die Kulissen des ersten veganen Fußballvereins der Welt zu blicken. Alle lieben und alle leben dieses Konzept - das konnte ich spüren. Die Fans lieben ihren Klub, sie lieben den Koch, der die guten Pies macht und die leckeren Samosas.

      Vince bekommt mittlerweile Anfragen auch aus der Premier League, weil der Profisport immer mehr mit Nachhaltigkeit konfrontiert wird. In zehn Jahren werden sicher diesem sympathischen Viertligisten aus der Kleinstadt Nailsworth auch die ganz großen nacheifern. Wetten?

      Den ganzen Artikel könnt ihr hier lesen
      https://www.wetter.de/cms/die-forest-green-rovers-sind-der-erste-vegane-fussballverein-der-welt-4848277.html
    • 10/23/20211:54:49 PM

      Cooler Typ mit einer großen Vision

      Das Treffen mit Dale Vince war sehr spannend. Dale erzählte, dass er den Club übernommen hat und der klimafreundliche Anspruch einfach passierte. Das gesamte Dach des Stadions ist mit Solarpanels ausgestattet, der Koch für die Crew kocht vegan - alles gute Beispiele, wie es auch anders geht. Dabei sind Energie, Ernährung und Transport für ihn die Hauptthemen, an die wir ran müssen. Alle! 

      Und er macht klar, dass man bei der Umsetzung auch profitieren kann: Die Spieler des Vereins sehen es an ihren Leistungen, seit sie alle vegan leben: sie regenerieren sich schneller, schwitzen weniger, sind einfach fitter. Und ich muss echt sagen, dass die Würstchen einfach mega lecker waren. Ein echtes Zukunftsmodell mit viel Geschmack. Mehr von meinem Interview gibt es später.
      • Dale Vince beim Interview.Dale Vince beim Interview.
    • 10/23/202112:27:06 PM
      • Das grüne Logo vom ersten veganen Fußballverein der Welt.Das grüne Logo vom ersten veganen Fußballverein der Welt.
    • 10/23/202112:25:45 PM

      Kicken auf veganer Basis

      Das Spiel beginnt um drei. Dann sprechen wir auch mit dem Club Chef Dale Vince, der in Sachen Windenergie unterwegs ist. CNN und BBC sind auch hier, um dem "Klimaclub" auf den Zahn zu fühlen. Dann sprechen wir noch mit dem Koch, der hier die Würstchen auf Pilzbasis anbietet. Alles ziemlich cool.

      • Das Stadion Das Stadion "The new fully charged lawn" und wir warten bei total leckeren Pilzwürstchen auf das Spiel.
      • An der Wand hängen die Auszeichnungen, die der Koch schon für sein veganes Essen gewonnen hat.An der Wand hängen die Auszeichnungen, die der Koch schon für sein veganes Essen gewonnen hat.
    • 10/22/202112:30:28 PM

      Entspannt zu den Veganern

      • Hier sieht es aus wie im Bilderbuch.Hier sieht es aus wie im Bilderbuch.
    • 10/22/202112:28:04 PM
      Kurze Überführungsetappe - 82 Kilometer stehen an. Ich fahre durch das hügelige Südengland. Es gibt noch Gegenwind, aber keinen Gegensturm mehr. Alles machbar und in der typisch britischen Kulisse schon fast entspannt. Es geht nach Nailsworth, wo morgen die Forest Green Rovers Matchday haben. Wir sind eingeladen, uns das Heimspiel anzusehen. Das Besondere an  diesem Club ist, es handelt sich um den ersten veganen Fußballverein der Welt. Morgen erzähle ich Euch mehr. 


    • 10/22/202112:25:41 PM
      • Das Wetter spielt heute mit. Sogar die Sonne kommt raus, während ich durch VIEL Grün radle.Das Wetter spielt heute mit. Sogar die Sonne kommt raus, während ich durch VIEL Grün radle.
    • 10/21/20212:52:12 PM
      Friederike Otto ist Deutschlands bekannteste Klimaforscherin. Auch wenn sie das selbst "für ein Gerücht" hält, wie sie heute morgen sagte. Ihre Worte aus unserem Interview klingen noch nach. "Ja, Klimaschutz darf weh tun. Denn wenn wir nichts tun, tut das sehr vielen Menschen sehr viel mehr weh." 

      Von der Politik erhofft sie sich, dass die nationalen Reduktionsziele endlich umgesetzt werden: "Die Pläne dafür gibt es seit Langem" - das Signal von Glasgow müsse sein, dass alle Nationen ambitioniert die Ziele angehen. Denn "solange wir weiterhin fossile Brennstoffe verfeuern, wird die globale Erwärmung weiter zunehmen". Und mit ihr die Wahrscheinlichkeiten für Dürren, Waldbrände und so verheerende Fluten wie diesen Sommer in Deutschland. 

      Genau jetzt müssen wir handeln: "Das Jahr 2021 hat wirklich jedem klar gemacht, dass der Klimawandel nicht in der Zukunft, sondern im Hier und Jetzt spielt." Wie wahr.

      Das ganze Interview findet ihr inklusive Video in dem Link. Bis morgen! Dann geht es nach Nailsworth, wo der erste vegane Fußballklub der Welt auf mich wartet.
    • 10/21/202112:04:12 PM

      Tag 7 - Neues von der Klimatologin

      Heute bin ich in Oxford - einmal muss ich meine Beine ein bisschen schonen und dann habe ich heute ein sehr interessantes Treffen gehabt: Friederike Otto, Deutschlands bekannteste Klimatologin in Sachen Extremwetter hat mir Rede und Antwort gestanden. Was sie gesagt hat, war echt spannend. Dazu später mehr.
      • Mit Friederike Otto in Oxford im Park zum Interview.Mit Friederike Otto in Oxford im Park zum Interview.
    • 10/21/202111:59:13 AM
      • Ich sitze gerade im ältesten Café Europas. Schön hier. Und absolut nötig zum Wunden lecken von gestern ;).Ich sitze gerade im ältesten Café Europas. Schön hier. Und absolut nötig zum Wunden lecken von gestern ;).
    • 10/20/20214:07:05 PM

      Unentschieden - oder den Sturm besiegt

      Ich habe noch vier Meilen bis Oxford, also habe ich die heimliche Wette gegen unseren Meteorologen so gut wie gewonnen. Aber eigentlich hatte unser Meteorologe Recht, denn hätte es einen Zug gegeben, und den gab es nicht, wäre ich eingestiegen. Das Fahren gegen den Wind war eine fiese Quälerei. Na gut, nun habe ich es geschafft und als Belohnung scheint sogar die Sonne.
    • 10/20/202112:09:13 PM

      Geht's noch?

      Nach 65 Kilometern bin ich echt platt. Das ist verdammt anstrengend im Wind. Die Hecken haben sich auch dünne gemacht. Oft fahre ich über freies Feld, wo der Wind dann extrem ärgert. Mal schauen, ob ich die angepeilten 135km heute schaffe.
      • Hat unser Meteorologe doch Recht gehabt, als er meinte, das wäre unmöglich, bei dem Wind die Strecke zu schaffen?Hat unser Meteorologe doch Recht gehabt, als er meinte, das wäre unmöglich, bei dem Wind die Strecke zu schaffen?
    • 10/20/202112:05:04 PM
      • very british, isn't it?very british, isn't it?
    • 10/20/202111:30:46 AM

      Tag 6 im Sturm

      Unser Meteorologe sagt, bei dem Wetter geht es nicht. Ich probiere es mal und berichte später, wie es war mit dem Radel im Wind.
      Zur Strecke: Heute bin ich schon durch Cambridge gefahren und muss gestehen: Die Stadt packt mich. Ich bin beim Anblick der geschichtsträchtigen Häuser und Straßen echt "getoucht".
    • 10/19/202112:05:51 PM
      Frieren muss ich heute nicht. Es ist Kurzhosenwetter mit 17 Grad schon am Morgen. Allerdings kündigt sich der Sturm schon an. Es ist sehr windig und böig. Macht mir aber kaum etwas aus, da ich teils Rückenwind habe.
       
      Wenn ich morgen von Cambridge nach Oxford fahre, habe ich die Warnung vom unserem Meteorologen schon im Ohr. Südwestwind mit Böen um 50km/h. Also voll ins Gesicht. Dazu Regenschauer. Keine leichte Aufgabe.
    • 10/19/202111:57:52 AM
      Wenn ich mich umschaue, bin ich hier bei Rosamunde Pilcher angekommen. Auf jeden Fall sehr britisch. Hohe Hecken an den Straßen, verwunschene kleine Städtchen. Ich muss sagen, das gefällt mir gut. 
    • 10/19/202111:54:11 AM

      Keep left im Rosamunde Pilcher-Land

      Die ersten Kilometer mit Linksverkehr. Mein Satz des Tages ist daher heute: „Keep left, keep left, keep left“. Ich kann kaum etwas anderes denken. Aber das wird schon.
      • Ich bin wohl nicht der erste Gast in GB, der erinnert werden muss. Ich bin wohl nicht der erste Gast in GB, der erinnert werden muss.
    • 10/18/20211:21:37 PM

      Wie Seegras das Klima retten kann? 

      Die Frage hat mir Joost Wouters heute beantwortet. Es ist schon irre, was die kleine Wunderpflanze alles bewirken kann. Weniger Pupse = weniger Methan = weniger CO2 = weniger Sojabedarf = weniger Regenwaldabholzung = besseres Klima. Und das ist bei weitem noch nicht alles. Mehr dazu hier.
    • 10/18/202112:04:11 PM
      • Cooles Treffen mit Joost Wouters, dem Seegras-Pionier und Chef der Seaweed Company.Bild: Oliver ScheelCooles Treffen mit Joost Wouters, dem Seegras-Pionier und Chef der Seaweed Company.
    • 10/18/20219:56:21 AM
      Wie ihr seht, ist meine Laune bestens. Heute treffe ich mich mit einem Seegras-Pionier. Bin sehr gespannt.
      • Morgenstimmung in Scheveningen - echt schön. Morgenstimmung in Scheveningen - echt schön.
    • 10/17/20217:13:52 PM

      Fahrradstraßen für Mensch und Klima

      Mein Fazit für heute: Das Verkehrskonzept bei unseren Nachbarn ist super. So werden sicher einige Leute auf die Fahrräder gebracht, die sich bei uns nicht in den Verkehr trauen. Toll für Mensch und Klima.
    • 10/17/20217:12:09 PM
      • Bei dem Ortsschild habe ich mal kurz drüber nachdenken müssen, ob ich mich verfahren habe...  Bild: Oliver ScheelBei dem Ortsschild habe ich mal kurz drüber nachdenken müssen, ob ich mich verfahren habe...
    • 10/17/20217:10:20 PM
    • 10/17/20216:58:02 PM

      Tilburg nach Scheveningen = ein Träumchen

      Das Radeln durch die Niederlande war bei strahlendem Sonnenschein eine echte Freude. Fast die gesamten 115 Kilometer von Tilburg nach Scheveningen waren autofrei. Straßen nur für Fahrräder, die Autos haben ihre eigenen Wege, ein tolles und kluges Konzept, das seinesgleichen sucht. Mein Fahrrad und ich hatten eine super Zeit - ohne Stress, Gestank und Lärm.
    • 10/16/20216:24:18 PM

      16. Oktober: Tagebau Garzweiler - wie eine tiefe Wunde

      Kaum 30 Kilometer hinter Köln landet man voll im Braunkohlerevier. Hier stehen einige der größten CO2-Schleudern Europas. Die deutsche Braunkohle ist sozusagen einer der Spitzenreiter bei den Umweltsünden. Auf meinem Weg Richtung Niederlande fuhr ich nicht nur an mehreren Braunkohlekraftwerken vorbei, sondern auch am Tagebau Garzweiler. Dort sollen immer noch Dörfer weggebaggert werden, um die extrem klimaschädliche Braunkohle weiterhin als Energiequelle nutzen zu können. 

      Und wenn in Glasgow die Staatenlenker der Welt zusammenkommen, um darüber zu beraten, wie wir es schaffen, die Erderwärmung auf möglichst unter zwei Grad zu begrenzen, dann könnte es sein, dass die Bagger anrücken und die Reste des Dorfes Lützerath in ein Loch verwandeln. Was für ein verheerendes Signal, das da nach Glasgow gesendet wird. Also fahre ich weiter Richtung Niederlande, wo es hoffentlich mehr Einsicht im Kampf gegen die Klimakrise gibt als im rheinischen Revier. 
      • Im Hintergrund ein rheinisches Braunkohlekraftwerk, im Vordergrund der BaggerBild: Oliver ScheelIm Hintergrund ein rheinisches Braunkohlekraftwerk, im Vordergrund der Bagger
      • Ein Loch und Braunkohlekraftwerke. Impression aus Lützerath, dem Dorf, das es bald nicht mehr gibt.Bild: Oliver ScheelEin Loch und Braunkohlekraftwerke. Impression aus Lützerath, dem Dorf, das es bald nicht mehr gibt.

    Mit möglichst wenig CO2-Ausstoß nach Glasgow

    Oliver Scheel macht sich auf den Weg von Köln nach Glasgow
    Mit dem Rad zur Klimakonferenz: Wetter.de-Redakteur fährt von Köln nach Glasgow.

    In eigener Sache: Ganz ohne CO2 auszustoßen komme ich leider nicht nach Glasgow. Denn je mehr ich mich anstrenge, umso mehr CO2 atme ich ab. Und: Der Eurostar nimmt Fahrräder nur als Gepäckstück mit, einen Koffer kann ich aber nicht mitnehmen. Daher werde ich eine Fähre benutzen müssen.

    Es geht auch gar nicht darum, kein Kohlenstoffdioxid zu emittieren, sondern zu zeigen, dass jeder etwas tun kann. Und auf dem Weg gibt es sehr viele Projekte von tollen Menschen, die voran gehen in der Klimakrise. Deren Leuchtturmprojekte möchte ich besuchen und vorstellen, weil ich denke, dass wir Ideen und Engagement brauchen und es schon sehr viele Menschen gibt, die große Lust darauf haben, unseren Planeten lebenswert zu erhalten. Begleitet mich doch ein Stück auf meiner Tour nach Glasgow – einfach von zuhause aus.

    Oliver Scheel

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    (osc)