Hot Spots in der Übersicht

Ciao Heißluft - Kaltfront crasht Hitzewelle

von Björn Alexander und Claudia Träger

Gute Nachricht für Hochsommer-Geplagte: Ein Ende der brütenden Hitze ist abzusehen. Nach dem schwül-warmen bis -heißen Freitag mit Spitzenwerten von 22 bis 31 Grad lüftet am Wochenende die Kaltfront von Gewittertief ORNELLA Deutschland ordentlich durch.

Oben im Video: Nach den Gewittern ist Deutschland abgekühlt

Wochenende: Kaum noch Sommer und frühherbstliche Nächte

Die Grafik zeigt die Höchsttemperaturen am letzten August-Sonntag.
Dunkelrot ist weg, gelb kommt wieder. Sonntag ist deutschlandweit kein heißer Tag (ab 30 Grad) mehr.

Das ist mal ein willkommener Temperatursturz. Mit Luft aus dem Norden gehen die Temperaturen runter auf maximal 19 Grad auf den Nordfriesischen Inseln und 26 Grad am Oberrhein. Nur im Südwesten wird die Sommermarke von 25 Grad noch knapp überschritten. Wurden am Donnerstag in Duisburg noch 34 Grad gemessen, werden am Samstag nur noch 23 Grad erwartet. Wo in Mannheim am Donnerstag noch 32 Grad auf den Thermometer-Anzeigen standen, sind es am Samstag voraussichtlich ebenfalls nur 23.

Die Wetterlage hat auch eine zweite Seite: Gewitter und Unwetter mit Starkregen beenden den Hochsommer

Bodenfrost rückt näher

Die Grafik zeigt die Tiefsttemperaturen am Sonntag.
Die Nacht auf Sonntag ist richtig erfrischend - besonders in Eifel und Sauerland.

„Durchlüften ist allerdings insbesondere in den Nächten angesagt“, rät wetter.de-Meteorologe Björn Alexander. „Es wird fast schon frühherbstlich frisch mit Tiefstwerten zwischen 16 und 9 Grad in der Nacht zum Sonntag und meist 15 bis 6 Grad in der Nacht zum Montag. Da ist in manchen Mittelgebirgslagen der Bodenfrost gar nicht mehr allzu weit entfernt.“

Am Sonntag wird es tagsüber mit 18 bis 27 Grad teils etwas wärmer.

Letzte August-Tage: Im Süden kommt der Sommer zurück

Die Grafik zeigt die voraussichtliche Sonnenscheindauer am Mittwoch, den 31. August. / Stand: 25. August 2022
Besonders in der Südosthälfte verabschiedet die Sonne den meteorologischen Sommer ganz würdig. Im übrigen Land kann es auch regnen.

Während in der Nordhälfte weiter eine frische Brise aus Nord die Temperaturen unter der Sommermarke, nämlich zwischen 18 und 24 Grad hält, sieht die Sache im Süden anders aus. „In den Niederungen im Süden und Westen - also beispielsweise am Rhein und seinen Nebenflüssen und an der Donau - kehrt rasch das Sommerfeeling zurück mit 25 bis 28, vielleicht auch 29 Grad“, prognostiziert Alexander.

Aber eins ist sicher. Am Mittwoch endet der Sommer und am Donnerstag fängt der Herbst an. Zumindest meteorologisch gesehen. Und so kann es mit den kürzer werdenden Tagen und dem jahreszeitlich bedingten niedrigeren Sonnenstand keine großen Hitzewellen mehr geben. Puh!

Auswahl der heißesten Orte

Hier noch einmal der Blick auf einige der heißesten Stationen auf dem Höhepunkt der Hitze am Donnerstag:

  • Duisburg – Baerl (NRW) 34,9 Grad
  • Grevenbroich (NRW) 34,9 Grad
  • Issum (NRW) 34,8 Grad
  • Neuss (NRW) 34,5 Grad
  • Geilenkirchen (NRW) 34,3 Grad
  • Perl-Nennig (Rheinland-Pfalz) 34,2 Grad
  • Bensheim (Hessen) 34,2 Grad
  • Kleve (NRW) 34,1 Grad

Unsere Wettertrends und Themenseiten

Sollten Sie Interesse an weiteren Wetter-, Klima- und Wissenschaftsthemen haben, sind Sie bei wetter.de bestens aufgehoben. Besonders ans Herz legenkönnen wir Ihnen auch den 7-Tage-Wettertrend mit der Wetterprognose für die kommende Woche. Dieser wird täglich aktualisiert. Falls Sie weiter in die Zukunft schauen möchten, ist der 42-Tage-Wettertrend eine Option. Dort schauen wir uns an, was auf uns in den kommenden Wochen zukommt. Vielleicht interessiert Sie eher wie sich das Klima in den vergangenen Monaten verhalten hat und wie die Prognose für das restliche Jahr aussieht. Dafür haben wir unseren Klimatrend für Deutschland.

Damit Sie auch unterwegs kein Wetter mehr verpassen, empfehlen wir unsere wetter.de-App für Apple- und Android-Geräte.

Wüstenstaat Deutschland - Die Doku im Online Stream auf RTL+

(bal, ctr)