Prognosen mit Schneechancen

Wann will die Kälte richtig mitspielen?

von Karim Belbachir

Während der Herbst noch leise verweilt, deuten sich die ersten frostigen Vorboten des Winters an. Welche Witterungswechsel der November uns beschert und ob der Schnee eine Chance hat, erklären wir hier.

Video: Wann bleibt der erste Schnee liegen?

Polarluft und sinkende Temperaturen

Der Herbst dümpelt etwas dahin, ohne groß für Aufsehen zu sorgen. Eine Omega-Wetterlage brachte für den Großteil des bisherigen Monats ruhiges, mitunter sonniges Wetter. Da es der letzte Monat des meteorologischen Herbstes ist, stellt sich die Frage, wann der Winter sich bemerkbar macht. Und so wie es aussieht, könnte es in der letzten Novemberdekade noch mal frostig kalt werden. Polarluft erreicht Deutschland und lässt die Temperaturen purzeln.

Schnee in den Höhenlagen

Monatsprognose für den November in Deutschland
In der zweiten Novemberhälfte wird es wendungsreich

Mit dem Übergang ins letzte Monatsdrittel fallen die Temperaturen tagsüber auf niedrige, einstellige Werte. In den Bergen liegen die Gradzahlen nur noch knapp über dem Gefrierpunkt und teilweise sogar darunter. Nicht verwunderlich, dass der Regen dort als Flocken fällt, gerade in den Nächten, wenn die Temperaturen weit in den Minusbereich ragen.

So bleibt der Schnee, der zwischenzeitlich eine Höhe von mehr als 10 Zentimeter erreicht, ein paar Tage liegen, bevor er aufgrund der wieder steigenden Temperaturen schmilzt. Neuen Schnee prognostiziert die Langfristprognose für den Fichtelberg beispielsweise dann erst wieder für Mitte Dezember. In der Eifel sieht es ähnlich aus. Für die höheren Lagen sieht es im Hinblick auf eine weiße Schneedecke also gut aus.

Milder Wintereinbruch im Flachland

Wettervorhersage für 42 Tage auf dem Fichtelberg
Schnee in Sicht - zumindest im Bergland

Im Flachland sieht es nicht so aus, als ob außer Regenpfützen irgendetwas liegen bleibt. Im Westen fällt der Wintereinbruch auch nicht so drastisch aus. Zwar gehen die Temperaturen auf einstellige Werte runter, doch selbst nachts sind es nur knapp weniger als 0 Grad und die auch nicht durchgehend. Kalte Nächte sind dies aber trotzdem. Insgesamt bereitet uns der November am Ende noch auf den Winter vor, doch die Langfristprognosen deuten ansonsten darauf hin, dass der Winter in diesem Jahr durchaus noch die Krallen ausfahren kann.

Vorsicht bei der Langfrist

Langfristberechnungen sind mit entsprechender Vorsicht zu genießen. Denn mit den Computertrends über fünf bis zehn Tage im Voraus oder gar mit Blick auf ganze Monate oder Jahreszeiten hinaus verlassen wir die klassischen Wetterprognosen und wechseln in den experimentellen Bereich. Das sind eigentlich eher Hilfsmittel, die unter anderem der Energiewirtschaft dienen können.

(kfb)