Auf der Suche nach der Supererde

Besser als unsere Erde: Forscher machen 24 lebensfreundlichere Exoplaneten aus

Forscher haben 24 Exoplaneten ausgemacht, deren Lebensbedingungen besser sein könnten als sie auf der Erde herrschen.
Forscher haben 24 Exoplaneten ausgemacht, deren Lebensbedingungen besser sein könnten, als sie auf der Erde herrschen. © DPA

PlanetenScout24: Wo ist Leben außerhalb der Erde möglich?

Unsere geliebte Erde scheint für uns das Nonplusultra der Lebensräume zu sein. Doch was wäre, wenn es im Weltall weitaus bessere Planeten gäbe, auf denen sich Leben entwickelt haben könnte? Forscher der Washington State University haben nun 24 sogenannte Exoplaneten ausgemacht, die sogar bessere Voraussetzungen als die Erde haben könnten. Dank des Weltraumteleskops Kepler werden immer neue Kandidaten außerhalb unseres Sonnensystems entdeckt, auf denen es Leben geben könnte. 4.500 erdähnliche Planeten hat das Teleskop bisher aufgespürt. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis wir bewohnbare Planeten finden.

Planet müsste größer sein als die Erde

dpatopbilder - ACHTUNG: DIESER BEITRAG DARF NICHT VOR DER SPERRFRIST, 19. April, 19.00 UHR VERÖFFENTLICHT WERDEN! EIN BRUCH DES EMBARGOS KÖNNTE DIE BERICHTERSTATTUNG ÜBER STUDIEN EMPFINDLICH EINSCHRÄNKEN -- HANDOUT - Eine undatierte grafische Darstel
Ein paar Voraussetzungen sind notwendig, um Leben zu ermöglichen. © dpa, wst

Ganze 24 Exoplaneten hat die Forschergruppe um den deutschen Professor Dirk Schulze-Makuch an der Washington State University ausgemacht, die weitaus lebensfreundlichere Bedingungen bieten als unsere Erde. Das bedeutet, sie sind etwa 1,5 mal bis doppelt so groß wie unsere Erde und binden damit ihre Atmosphäre besser an sich und bieten mehr Lebensraum für Artenvielfalt. Land und Wasser sollten gleichmäßig verteilt sein und die Plattentektonik aktiv. Eine höhere Temperatur, als die Erde sie hat, wäre laut dem Forscherteam auch von Vorteil. Es zieht Vergleiche zu unseren Tropengebieten, in denen es mehr Biomasse gibt und die Artenvielfalt am größten ist.

Was es fürs Leben braucht

Die Suche nach einer zweiten Erde läuft auf Hochtouren.
Die Suche nach einer zweiten Erde läuft auf Hochtouren. © DPA

Um als habitabel, also bewohnbar, zu gelten, braucht es ein paar Voraussetzungen wie flüssiges Wasser, Energie und Wärme durch einen Stern wie unsere Sonne, eine Atmosphäre, die vor der Strahlung des Sterns schützt und organische Verbindungen zulässt. Letztere werden meist durch Asteroiden auf die Planeten gebracht. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Zeit. In unserem Sonnensystem waren Mars und Venus auch einst habitabel, doch hatten sie nicht genug Zeit, um Leben auf sich entwickeln zu können. Zu stark wirkte der Einfluss der Sonne auf sie.

Unsere Sonne bietet keine optimalen Bedingungen

Die besten Bedingungen würde laut dem Forscherteam ein Stern der Spektralklasse K bieten.
Die besten Bedingungen würde laut dem Forscherteam ein Stern der Spektralklasse K bieten. © dpa, M. Weiss, wst

Der Heimatstern bildet eine weitere wichtige Komponente, um Leben zu ermöglichen. Er müsste wenigstens so lange glühen wie unsere Sonne. Größere Sterne haben eine geringere Lebensdauer und geben dem Leben nicht genügend Zeit, sich zu entwickeln. Unsere Sonne bietet für etwa fünf Milliarden Jahre lebensfreundliche Bedingungen. Rund eine Milliarde Jahre geben Experten der Erde noch, bevor sie alles Leben in unserem Sonnensystem mit einer Supernova vernichtet. Geeigneter wäre also ein kleinerer Stern. Die besten Bedingungen würde laut dem Forscherteam ein Stern der Spektralklasse K bieten – das ist ein orangefarbener, rund 1.000 Grad kühlerer und 20 Prozent kleinerer Stern als unsere gelbe Sonne.

In 130 Tagen um den Heimatstern

Bereits 4500 habitabele Planeten hat das Kepler-Teleskop entdeckt.
Bereits 4500 habitabele Planeten hat das Kepler-Teleskop entdeckt. © DPA

Kepler 186F ist der erste Exoplanet, der entdeckt wurde und unserer Erde sehr ähnlich ist. Er liegt am äußeren Rand der habitablen Zone seines Sterns und hat die richtige Temperatur für flüssiges Wasser auf seiner Oberfläche. Ein Jahr auf Kepler 186F dauert 130 Erdentage. 

In unserem Sonnensystem gibt es vier Orte, auf denen sich Leben entwickelt haben könnte. Das sind der Mars, der Jupitermond Europa und die beiden Saturnmonde Titan und Enceladus. Wenn also zwei oder mehr Planeten oder Monde habitabel in unserem Sonnensystem sind, wieso sollte es dann nicht auch außerhalb so sein? Die Suche nach außerirdischem Leben nimmt immer mehr an Fahrt auf.

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