Der Wetter-Tag bei wetter.de

Winter-Mix extrem: Bis -10 Grad, Schneeverwehungen, Gewitter und Graupel

von Oliver Scheel

Guten Tag liebe Wetter-Freundinnen und -Freunde! Das sind unsere Wetter- und Klima-News des Tages:

Heute Abend und zu Beginn der Nacht zieht Schneefall über den Süden in die Alpen und dahinter gibt es teils größere Wolkenlücken. Ansonsten sind im Nordosten Schneeschauer unterwegs und vom Nordwesten bis in die Mittelgebirge ist vereinzelt Blitz und Donner, aber kaum noch Regen, eher Graupel, mit dabei. Von Schleswig-Holstein bis nach Sachsen-Anhalt und zum Morgen hin in Berlin klart es zeitweise auf.

Hot Spot in dieser Nacht: das Emsland 😀
Hot Spot in dieser Nacht: das Emsland 😀


Die Tiefstwerte liegen auf den Ostfriesischen Inseln bei +2 Grad und im Emsland und am Niederrhein bei 0 Grad, meist gehen die Temperaturen aber auf -2 bis -8 Grad, in Oberstdorf möglicherweise auf -10 Grad zurück. Die tiefsten Werte werden zwischen Schwarzwald und Allgäu erreicht.

Oft weht dabei mäßiger bis frischer Wind aus Nordwest bis West mit teils starken bis stürmischen Böen und entsprechenden Schneeverwehungen in den Mittelgebirgen. In Schleswig-Holstein und an der Unterelbe lässt der Wind im Verlauf deutlich nach.

Kältewelle nach Winter-Wochenende: Da kommen richtig kalte Tage auf uns zu

Die nächsten Tage werden sehr winterlich.
Die nächsten Tage werden sehr winterlich.

Das Schneetief Tizian verlagert sich und lenkt winterliche Luft zu uns – es wird immer kälter. Am Wochenende lässt der Wind schrittweise nach und vor allem im Norden und in den Mittelgebirgen kommt es wiederholt zu Schneefällen. Im Süden scheint am Samstag zeitweise die Sonne und im Südostbayern bleibt es meist trocken. Am Sonntag wird es im Süden Bayerns und Baden-Württembergs verbreiteter sonnig, während es im Rest wechselhaft weitergeht.

Allerdings werden die Nächte im Süden bei Aufklaren über Schnee dann klirrend kalt. Vor allem in der Nacht zum Montag wird stellenweise sehr strenger Frost zwischen -15 und -20 Grad erwartet. Sonst lassen die Schneeschauer nach und ziehen sich immer mehr in den Norden zurück.

Stürmischer Start ins Jahr mit Sturmflut - flächendeckend ist der Schnee nun da

Schnee, Glätte, Wind und eisige Minusgrade: Der Winter 2026 geht in seine Hochphase. Die kommenden Tage bringen alles, was der Winter so kann. Es gibt teilweise große Neuschneemengen, vor allem in der Mitte und den Höhenzügen der Mittelgebirge.

Heute bringen dichte Wolken etwas Schnee, im Norden teilweise auch Schneeregen, zur Nordsee hin wird es eher Regen und einzelne Gewitter geben. Zudem besteht Glättegefahr, mehr oder weniger im gesamten Land. Daneben zeigt sich aber auch hin und wieder die Sonne. Die Temperaturen liegen bei -2 Grad im Erzgebirge und Allgäu bis +5 Grad auf den Ostfriesischen Inseln. Dazu weht mäßiger, teils frischer westlicher Wind mit starken bis stürmischen Böen, an der Nordsee gibt es Sturmböen aus Nordwest.

Winterwunderland im Harz - Lifte laufen

Wintersport im Harz
Im Harz sind top Wintersport-Bedingungen

Die ersten Ski- und Rodellifte im Harz haben den Betrieb aufgenommen. Rodler kommen in Torfhaus sowie in Braunlage an der Rathauswiese auf ihre Kosten, Skifahrer nur in Braunlage, wie die Betreiber mitteilten. Weitere Skigebiete planen von Samstag an den Betrieb aufzunehmen.

So soll auch am Wurmberg der Wintersport-Betrieb aufgenommen werden. Von Samstag an sollen mindestens der Schlepplift am Hexenritt sowie das Förderband für Rodler täglich laufen, wie Betriebsleiter Fabian Brockschmidt sagte. Am Samstag soll auch Flutlicht-Skifahren angeboten werden. „Wir haben hier ein Winterwunderland”, sagte Brockschmidt. Bis zu 50 Zentimeter Schnee liege auf den Abfahrten.

Viele Unfälle bei Schnee und Glätte in NRW

Einen besonders folgenschweren Unfall auf den glatten Straßen gab es im Bergischen Land: Bei einem Busunfall wurden drei Menschen verletzt. Der 47 Jahre alte Fahrer hatte in Kürten auf schneeglatter Straße die Kontrolle verloren. Das Fahrzeug geriet ins Schleudern, kippte um und rutschte schließlich den Hang hinunter, wie ein Polizeisprecher sagte. Am Fuße des Hangs prallte der Bus gegen ein Haus und blieb auf dem Dach liegen. Der Busfahrer wurde schwer verletzt, zwei Fahrgäste kamen mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus.

Auch im Sauerland und in der Eifel gab es Dutzende Unfälle im morgendlichen Berufsverkehr. Im Kreis Unna wurde ein 22-Jähriger schwer verletzt, als er mit seinem Auto von der glatten Straße gegen einen Baum rutschte. In Hamm stürzten laut Polizei mehrere Radfahrer auf den rutschigen Wegen und verletzten sich. Im Sauerland blieben auf der A44 zwischen Marsberg und Lichtenau mehrere Lastwagen stecken. Die Lkw standen bis in die frühen Morgenstunden auf der Fahrbahn, da sie wegen glatter Straßen und starken Schneefalls nicht weiterfahren konnten, wie eine Polizeisprecherin mitteilte. Auch auf der A1 in der Eifel gab es Probleme mit Lastwagen, die nicht weiterkamen.

Schnee auch im Flachen angekommen

Wintereinbruch mit starkem Schneefall, ganz Hamburg ist weiß, Frau kämpft sich morgens mit Schirm durch den Flockenwirbel, Hamburg, 2. Januar 2026
Wintereinbruch mit starkem Schneefall in Hamburg.

In der Nacht hat es nicht nur auf den Bergen der Mittelgebirge satt Neuschnee gegeben, sondern auch im Tiefland. Selbst am Niederrhein. In Krefeld, mussten die Räumdienste raus, um den Schnee von den Straßen zu bekommen. Am Frankfurter Flughafen setzten die Winterdienste alles daran, die Landebahnen sauber zu halten. Problematischer war die Situation auf der A5 im Vogelsberg, wo die Autobahn unter einer Schneedecke lag. Der Winter ist nun wirklich angekommen.

Seit den frühen Morgenstunden ist der Winterdienst auch in Hamburg mit rund 125 Fahrzeugen im Einsatz. Gestreut werde auf wichtigen Hauptverkehrsstraßen und Strecken mit Buslinienverkehr sowie auf einem ausgewählten Radwegenetz, teilte die Stadtreinigung am frühen Morgen mit. Und in Rheinland-Pfalz gibt es auf der verschneiten A63 Probleme mit Lkw, die nicht mehr weiterkommen.

Glätte: Viele Unfälle im Norden

Aufgrund von Glätte hat es nördlich und westlich von Bremen acht Verkehrsunfälle in der Nacht und in den frühen Morgenstunden gegeben. Bei einem Unfall auf der A27 bei Cuxhaven wurde ein 27 Jahre alter Autofahrer leicht verletzt, sagte eine Polizeisprecherin. Ein weiterer Unfall passierte bei Westerstede. Dort kam ein Fahrer mit seinem Wagen von der Straße ab und kollidierte mit einem Baum.

Aufgrund der Glätte ist es auch in Hamburg und Umgebung zu zahlreichen Unfällen gekommen. Auf der A7 zwischen Schnelsen-Nord und Quickborn sind ein Sprinter und ein Sattelzug zusammengestoßen, dabei wurde nach derzeitigen Erkenntnissen ein Mensch verletzt, sagte ein Polizeisprecher.

Die Autobahn ist in Richtung Norden nur auf dem linken Fahrstreifen befahrbar, die mittlere und rechte Spur sind gesperrt. Insgesamt kam es auf der A7 zwischen Hamburg und Bad Bramstedt zu fünf Unfällen wegen Glätte und Schneefall. In ganz Schleswig-Holstein gibt es diverse Unfälle aufgrund des Wetters - die A1, A23, A7 und auch Bundes- und Landstraßen seien betroffen, sagte eine Polizeisprecherin. Besonders im Süden und Norden des Bundeslandes habe es vermehrt Unfälle gegeben.

Ursache für die Unfälle waren meist zu schnelles Fahren, hektische Lenkmanöver oder zu geringe Sicherheitsabstände, wie die Polizei mitteilte. Die Beamten schätzten die gesamten Schäden auf 100.000 Euro. Ein weiterer Unfall passierte bei Westerstede. Dort kam ein Fahrer mit seinem Wagen von der Straße ab und kollidierte mit einem Baum. Er wurde leicht verletzt.

Sturm und Sturmflut im Norden

Aktuell ist es sehr windig bis stürmisch, wobei es gestern Sturmböen, an den Küsten sowie im Harz und auf dem Fichtelberg schwere bis orkanartige Böen von bis zu 112 km/h gab. An der Nordsee sind auf Helgoland und am Leuchtturm Alte Weser auch Orkanböen von über 120 km/h gemessen worden.

Im Norden Deutschlands haben Hochwasser und Sturmflut in der Nacht auf Freitag zunächst keine größeren Schäden verursacht. In Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg verzeichneten die Lagezentren bis zum frühen Morgen keine besonderen Vorkommnisse – abgesehen von örtlichen Überschwemmungen.

So strömt jetzt die polare Kaltluft zu uns

Wetterlage: Tief Tizian lässt es schneien

Kaltluft kommt ins Land.
Kaltluft kommt ins Land.

Sturmtief Tizian befindet sich über der Ostsee und sorgt in Deutschland für unbeständiges und sehr windiges Wetter. Am Wochenende nimmt im Süden, ab Montag im Osten und ab Dienstag dann überall der Einfluss von Hoch Karen zu und es wird freundlicher. Gleichzeitig fließen polare Luftmassen ein und die Temperaturen gehen weiter zurück, sodass verbreitet Dauerfrost herrscht. Zum Wochenende hin könnten neue Atlantiktiefs von Westen her aufziehen und wechselhafteres Wetter bringen.

2025 - Sonnenjahr mit ungewöhnlicher Wärme und deutlichem Niederschlagsdefizit

Sonniges Winterwetter in Norddeutschland
Im gerade vergangenen Jahr gab es besonders viel Sonnenschein

Auf seiner zwölfmonatigen Reise durch das Wetterjahr 2025 präsentierte sich Deutschland sehr warm, sonnenreich und niederschlagsarm, mit einer historischen Frühjahrstrockenheit im Osten. Anfang Juli geriet das Land unter extremer Hitze ins Schwitzen, während der September vor allem im Westen mit intensiven Regenfällen aufwartete. Im Oktober wurde der sonnige Jahresverlauf gebietsweise durch ungewöhnlich trübe Verhältnisse unterbrochen, ehe sich auf der Zielgeraden die Sonne erneut großzügig zeigte. Das vermeldete der Deutsche Wetterdienst (DWD).

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Verwendete Quellen: eigene wetter.de-Recherche mit dpa, Reuters, AFP, DWD.de