Von klatschnass bis bitterkalt
Wilde Wetterwoche mit eiskaltem Ende und Glättegefahr!
Deutschland liegt derzeit genau in der Einflugschneise der Tiefdruckgebiete - mit entsprechenden Wetterkapriolen. Zumal die Grenze zwischen Winterkälte und Frühlingswärme weiterhin für große Kontraste sorgt.
Die Ausgangslage: Tiefdruckkette zwischen den Jahreszeiten
Während über Skandinavien bis herunter nach Dänemark eiskalte Winterluft dominiert, ist es über West- und Südeuropa deutlich milder bis frühlingshaft. Gleichzeitig ziehen die Tiefausläufer entlang der sogenannten Luftmassengrenze, die Kälte und Wärme voneinander trennt und die jetzt über dem Norden und dem Nordosten unseres Landes liegt.
Regen und Sturmgefahr auf der milden Seite
Südlich der Zugbahn der Tiefs, die über Norddeutschland bis zum Baltikum führt, hat sich sehr milde Luft etabliert. Die Spitzenwerte rangieren bei bis zu 13 Grad und stehen im krassen Kontrast zum Wetter im Ostseeumfeld. Hier liegen die gefühlten Temperaturen selbst mittags zum Teil bei unter -5 Grad.
Gleichzeitig ist es in der milden Luft wiederholt nass und stürmisch. Auf den Bergen im Süden drohen Böen um oder bis zu über 100 km/h.
Über 100 Liter Regen und Hochwassergefahr

Am nassesten wird es hierbei in den westlichen Staulagen der Gebirge mit einem Schwerpunkt im Bereich des Schwarzwaldes. Bis zu 100 Liter je Quadratmeter sind möglich. Hinzu kommt massives Tauwetter bis in die Hochlagen, so dass sich regional die Hochwasserlage an Bächen und kleineren Flüssen zuspitzt.
Im Norden: Schnee, Frost und Glatteisgefahr
Nördlich der Zugbahn bleibt die Winterluft indes standhaft, so dass es immer wieder schneien kann - mit entsprechender Glättegefahr. Zudem ist im Übergangsbereich zur milderen Luft zeitweise gefrierender Regen und gefährliches Glatteis nicht auszuschließen, bevor die Kälte von Norden erneut bis in den Süden unseres Landes strömt.
Polarluft bringt Wintereinbruch am Wochenende

Ab Freitag wird auf der Rückseite des Tiefs Polarluft angezapft. Spätestens ab Samstagmittag fällt der Schnee dann auch im Süden wieder bis in die Tieflagen. Am Sonntag folgt dann leichter Zwischenhocheinfluss mit letzten Schneeschauern Richtung Alpen und Erzgebirge und freundlichen Abschnitten und einer Wetterberuhigung im großen Rest. Allerdings: Frisch bis eiskalt wird es. Nachts zum Teil mit zweistelligen Minusgraden und tagsüber erwarten uns am Sonntag auch nicht mehr als -4 bis +4 Grad.
Verwendete Quellen: wetter.de



