Schnee-Wetter-Check

Wann und wo bleibt in Deutschland normalerweise der erste Schnee liegen?

von Oliver Scheel

Der erste Wintereinbruch bis in höhere Lagen des Berglandes steht uns bevor. Doch wann ist das Flachland für gewöhnlich mit der ersten geschlossenen Schneedecke dran? Und wer trägt das Schlusslicht wenn es ums Winterweiß und um den ersten Schneemann geht?

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Der Westen und der Nordwesten gucken in die Schnee-Röhre

05.05.2019, Bayern, Oy-Mittelberg: Fahrradfahrer aus Berlin radeln durch die winterliche Landschaft und hiterlassen Reifenpuren auf der Schneedecke. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
In Süddeutschland kann so ein Bild schon im November entstehen. Aber auch im Mai.

Klar, im Hochgebirge ist Schnee auch im Sommer keine Seltenheit. Immerhin ist Deutschlands höchster Berg, die Zugspitze, ja fast 3.000 Meter hoch. Aber wie sieht es in den besiedelten Gebieten aus? Generell gilt die Faustregel für Schnee: Je höher und je weiter im Osten, umso eher kann er liegen bleiben.

Das ist ganz schlecht für die Nordseeküste, Ostfriesland und das Emsland. Da bleibt der Schnee erst Mitte Januar auch mal liegen. Das liegt natürlich an der fehlenden Höhe und der warmen Seeluft, aber auch an den Mooren. Bis die sich einmal wirklich abgekühlt haben, das dauert.

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Im Osten stehen die Chancen auf Schnee besser

Auch im Rheinland und am Niederrhein geht vor Januar eigentlich nichts. Weiße Weihnachten? Sehr selten. Im Westen muss man schon ins Sauerland oder in die Eifel, wenn man im Dezember mal Schnee sehen will.

Im Osten sieht es schon besser aus. Das kontinentale Klima über Osteuropa übt etwas mehr Einfluss auf die östlichen Landesteile aus. Deshalb bekommt das Erzgebirge auch recht früh Schnee ab. Und selbst im Flachland, wie zum Beispiel rund um Dresden, ist Schnee zur Adventszeit nichts Ungewöhnliches. Auch die Berliner kennen das.

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Hessen und Rheinland-Pfalz kriegen auch mal einen frühen Winterbesuch

Ein für Ende Mai eher ungewöhnlicher Anblick - eine geschlossene Schneedecke liegt am 26.05.2013 bei Oberwiesenthal (Sachsen). In Teilen des Erzgebirges ist der Winter zurück. Foto: Bernd März/dpa | Verwendung weltweit
Auch im Erzgebirge kann Schnee fallen, während die Bäume noch belaubt sind.

Mitte Dezember kann auch schon mal im hessischen Bergland, in Rheinland-Pfalz und im südlichen Baden-Württemberg Schnee liegen. Klar, die Voralpen und der Bayerische Wald erhalten auch schon mal im November einen Zuckerguss.

Halten wir also fest: Je höher und östlicher, desto eher Schnee. Und: Im Südosten hat der frühe Winter traditionell bessere Karten als im Nordwesten.

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(osc)