Juni zu trocken, August zu warm
Blick in die Langfrist: So wird das Wetter in den Sommer-Monaten
Meteorologisch gesehen beginnt am Samstag der Sommer. Höchste Zeit, einen Blick in die Prognose für die warme Jahreszeit zu werfen.
Blick auf den Sommer

Wird es heiß, nass oder doch wechselhaft und trüb? So kurz vor dem Start in den meteorologischen Sommer lohnt sich der Blick in die experimentelle Langfristprognose, wie es denn wirklich mit der Vorhersage für die heiße Jahreszeit aussieht.
Um einen kleinen, wenn auch unsicheren Einblick in das künftige Wettergeschehen zu bekommen, nutzen wir die Langfristprognose von wetter.de. Diese fußt auf dem europäischen Wettermodell. Im Blick stehen die Monate Juni, Juli und August.
Juni: Viel zu trocken

Zwar ist eine Dürre durch die sehr nassen Winter- und Frühlingsmonate zuvor recht unwahrscheinlich, doch sieht der Juni nach aktuellen Berechnungen sehr trocken aus. Nach den anfänglichen Regenschauern zu Beginn des Monats fällt kaum noch nennenswert Regen im ersten Monat des meteorologischen Sommers. Ein Minus von 17 Litern auf ganz Deutschland gerechnet fährt der Monat am Ende ein.
Betrachtet man den deutschlandweiten Durchschnitt, so liegen die Temperaturen noch eher im frühlingshaften Bereich – kleine Schwenks nach oben sind dabei regional nicht auszuschließen. Ab Mitte des Monats steigen die Werte schließlich, sodass es auch sommerlich und übersurchschnittlich warm wird. Wie auch der 42-Tage-Trend zeigt, sind Hitzespitzen mit mehr als 30 Grad möglich.
Juli: Nasser Monat rückt Dürre in weite Ferne

Wesentlich nasser wird da laut der Langfristprognose der Juli. Trockenheit und Dürre dürften bei einem Niederschlagsplus von deutschlandweit 4,8 Litern auf den Quadratmeter kein Thema sein. Verglichen wird der Durchschnitt mit dem langjährigen Mittel der Jahre 1991 bis 2020.
Derweil liegen die Temperaturen im sommerlichen Bereich von rund 20 bis 25 Grad und völlig auf Durchschnittskurz. Dabei gilt zu beachten, dass in der Mitteltemperatur auch die nächtlichen Tiefstwerte einberechnet sind. Hochsommerliche Hitzespitzen sind also möglich. Insgesamt liegt der Juli mit 1,8 Grad am Ende über dem langjährigen Durchschnitt, wenn die Monatsprognose Recht behält.
August: Zu wenig Regen und deutlich zu warm

Der August liegt in der experimentellen Langfristprognose ein wenig zwischen den Monaten Juni und Juli. Es fällt weniger Regen als im Juli, aber doch mehr als im Juni. Insgesamt liegt die Niederschlagssumme jedoch mit 21 Litern unterhalb des langjährigen Mittels. Damit ist der August ein ganzes Stück zu trocken.
Die Temperaturkurve liegt fast den gesamten Monat oberhalb des langjährigen Durchschnitts. Die Temperaturen liegen meist zwischen 20 und 26 Grad. Damit würde der August ein deutliches Plus von 3,1 Grad einfahren.
Die Prognosen sehen also insgesamt einen vorwiegend zu warmen Sommer vorher. Dabei bleibt es größtenteils zu trocken, auch wenn immer wieder mal ein paar Regentage eingestreut sind. Eine Dürreperiode bringt uns der Sommer aber eher nicht.
Vorsicht bei der Langfrist
Langfristberechnungen sind mit entsprechender Vorsicht zu genießen. Denn mit den Computertrends über fünf bis zehn Tage im Voraus oder gar mit Blick auf ganze Monate oder Jahreszeiten hinaus verlassen wir die klassischen Wetterprognosen und wechseln in den experimentellen Bereich. Das sind eigentlich eher Hilfsmittel, die unter anderem der Energiewirtschaft dienen können.
(kfb)



