Entstehung bzw. Verstärkung eines Tiefdruckgebiets

Wetterlexikon: Zyklogenese

Tiefdruckgebiet über Norddeutschland
Ein Paar in Regenkleidung überquert am 08.01.2015 eine Fußgängerbrücke im Hafenbereich von Cuxhaven (Niedersachsen). Mit Regen und aufgefrischtem Wind kündigt sich ein Sturmtief für die nächsten Tage an. © picture alliance / dpa, Ingo Wagner, iwa lof

Was ist Zyklogenese?

Der Begriff Zyklogenese bezeichnet die Erzeugung oder Verstärkung eines Zyklonen, also eines Tiefdruckgebiets. Durch den Prozess der Zyklogenese kommt es zur Wolkenbildung und danach zu Niederschlag. Der entgegengesetzte Prozess, bei dem sich ein Tiefdruckgebiet wieder auflöst, wird Zyklose genannt. Beide Prozesse sind wichtig für das Erstellen von Wetterprognosen.

Bei der Zyklogenese entsteht zunächst an einer lokalen Front, bei der verschiedene Luftmassen aufeinandertreffen, eine wellenförmige Verformung, die sich mit zunehmender Zeit verstärkt und in ihrer Folge die Warmluft auf die Kaltluft gleiten lässt. Auf der Rückseite verdrängen die kalten Luftmassen die Warmluft, wodurch diese zum Aufsteigen gezwungen wird. Die Hebungsvorgänge zusammen mit den kräftigen Höhenströmungen verursachen einen Druckabfall am Boden. Somit kann sich ein Tiefdruckgebiet in der Mitte der Welle in Bodennähe bilden.