Wetterlexikon: Wetterhütte

Wetterlexikon: Wetterhütte
Ein Student der Meteorologie liest vor einer Wetterhütte Temperaturwerte ab. © picture alliance / dpa, Hendrik Schmidt, hsc jai

Was ist eine Wetterhütte?

Eine Wetterhütte ist eine weiß gestrichene Holzhütte, die über ein doppeltes Dach, einen doppelten Boden sowie Jalousienwände verfügt. Der Luft wird ein ungehinderter Zugang zu den meteorologischen Messgeräten in der Hütte erlaubt. Solare Strahlung bleibt jedoch draußen. Somit ist es möglich, dass das in zwei Metern Höhe angebrachte Thermometer im Inneren fast fehlerfrei die Luft-, also Schattentemperatur, anzeigen kann. 

Wetterhütten sind international genormt

Ausrichtung und Aufstellung einer Wetterhütte sind überwiegend international genormt. Dies ist wichtig, damit die Messdaten mit denen anderer Wetterhütten verglichen werden können.

Beispielsweise muss die Wetterhütte auf einen freien Platz, etwa auf eine Fläche über Rasen gestellt werden. Entscheidend ist auch ein Abstand zu Bäumen und Gebäuden, ebenso die Ausrichtung nach Norden.

Um das Thermometer abzulesen, kommt eine dreistufige Holztreppe zum Einsatz. Zusätzlich sind in der Hütte weitere Instrumente wie ein trockenes und feuchtes Thermometer, Maximum- und Minimumthermometer, Hygrometer und diverse Registrierinstrumente untergebracht. Alle Daten werden festgehalten, ausgewertet sowie archiviert.