Wetterlexikon: Weihnachtstauwetter

Wetterlexikon: Weihnachtstauwetter
Weiße Weihnachten sind in Deutschland ein eher seltenes Ereignis. © dpa, Z1022 Patrick Pleul

Was ist Weihnachtstauwetter?

Als Weihnachtstauwetter wird jene mild-nasse Witterungsperiode bezeichnet, die zwischen dem 24. und 29. Dezember herrscht und hauptsächlich in Mitteleuropa vertreten ist. Sie tritt in sieben von zehn Jahren, also mit einer Wahrscheinlichkeit von bis zu 70 Prozent auf.

Beim Weihnachtstauwetter strömt milde atlantische Luft von Westen heran

Damit das Weihnachtstauwetter entstehen kann, muss feuchtwarme Meeresluft aus dem Westen und Südwesten bis nach Mitteleuropa vorstoßen. Durch sie kommt es zu ergiebigen Regenfällen in den betroffenen Gebieten. Die im Frühwinter gebildete Schneedecke schmilzt teilweise. Hiervon können sogar die Hochlagen der Mittelgebirge betroffen sein. Nicht selten kommt es während des Weihnachtstauwetters zu Hochwasser in Flüssen und Bächen, da das Regen- und Schmelzwasser oft nicht in den noch gefrorenen Boden sickern kann.

Das Weihnachtstauwetter herrscht nicht immer gleichmäßig in Mitteleuropa vor. Die milde Südwestluft grenzt sich von der kalten Nordostluft ab und sorgt dafür, dass sich eine Grenze quer durch Mitteleuropa zieht. Entlang dieser Grenze kommt es des Öfteren zu gefährlichem Eisregen.