Die Wirbelstärke einer Strömung

Wetterlexikon: Vorticity

Wetterlexikon: Vorticity
Hurrikan „Florence“, aufgenommen am 12.09.2018 von ESA-Astronaut Alexander Gerst aus der internationalen Raumstation ISS. © dpa, Alexander Gerst, gfh

Was ist Vorticity?

Die Vorticity (auch Vortizität oder Wirbelhaftigkeit genannt) gibt die Wirbelstärke einer Strömung an. Speziell in der Meteorologie wird damit die Rotation der Luft um eine Achse beschrieben. Die Bezeichnung leitet sich von vortex, dem lateinischen Wort für Wirbel, ab.

Planetare und relative Vorticity

Die Vorticity lässt sich aus der Beobachtung von Wolkenbändern von einem festen Punkt im Weltall, in der Praxis also durch einen geostationären Wettersatelliten, bestimmen. Die absolute Vorticity setzt sich aus zwei Komponenten zusammen, nämlich einer planetaren Vorticity, die durch die Erdrotation verursacht wird, und einer relativen Vorticity, der Luftbewegung über dem Erdboden ohne Einwirkung der Erdrotation.

In der Meteorologie hat die relative Vorticity Bedeutung bei der Entstehung und dem Zerfall von Hoch- oder Tiefdruckgebieten. Die Meteorologen versuchen einzuschätzen, ob ein kleines Tiefdruckgebiet zu einem Orkan oder Hurrikan heranwachsen wird.