Eine Form des Aufwindes

Wetterlexikon: Thermik

Was ist Thermik?

Wetterlexikon: Thermik
Drei Weißstörche nutzen die durch die Hitze entstandene Thermik, um sich nahezu ohne einen eigenen Flügelschlag in die Höhe tragen zu lassen.

Die Thermik stellt einen Aufwind, das heißt eine aus niedrigen Höhen der Erdatmosphäre aufsteigende Luftsäule, dar. Sie entsteht aus der ungleichmäßigen Erwärmung der Erdoberfläche aufgrund der Sonneneinstrahlung: Die warme Erdoberfläche gibt ihre thermische Energie an die darüber befindlichen Luftmassen ab. Diese erwärmen sich, dehnen sich aus und erreichen in der Folge eine niedrigere Dichte als die sie umgebenden Luftmassen. Während die Luftsäule aufsteigt, kommt es zu einer sukzessiven Abkühlung der Massen, bis die Temperatur der Luftsäule wieder ihrer umgebenden Außentemperatur entspricht.

Vögel, Segelflieger oder Fallschirmspringer nutzen die Thermik

Während des Aufstiegs der Thermik wird die Luftsäule an ihren Außenrändern von kühlen Luftmassen in entgegengesetzter Richtung umflossen. Umfang und Kraft der Thermik ist von den jeweiligen Umständen in der sie umgebenden Troposphäre abhängig. Gelegentlich können Thermiken am Vorkommen von Kumulus-Wolken erkannt werden, die sich an der Spitze der Thermik in Folge der Abkühlung und Kondensation der erwärmten Luftmassen bilden.
Vögel nutzen die Thermik ebenso für ihren Flug wie Segelflieger oder Fallschirmspringer, um an Höhe zu gewinnen.