Spinning Enhanced Visible and Infrared Imager

Wetterlexikon: SEVIRI

Wetterlexikon: SEVIRI
Ein Mitarbeiter des Optik-Unternehmens Zeiss arbeitet an einer Wabenkonstruktion für Satelliten-Teleskope, aufgenommen 1998. © picture-alliance / dpa, Fotoreport Zeiss, sv

Was bedeutet SEVIRI?

Bei SEVIRI (Spinning Enhanced Visible and Infrared Imager) handelt es sich um den durch Eigenrotation stabilisierten Hauptsensor des Wettersatelliten METEOSAT-10 (gleichbedeutend mit MSG 3). Dieser befindet sich seit Juli 2012 in 36.000 km Höhe über dem Äquator auf der geostationären Position von 0 Grad Länge. SEVIRI liefert aufgrund seiner geografischen Position alle 15 Minuten optische Bilder von Europa und Afrika mit einer Auflösung von 1 x 1 km im sichtbaren Spektrum und 3 x 3 km im Infrarotbereich. Seine Lebensdauer ist bis mindestens 2022 konzipiert.

Die SEVIRI-Daten liefern die Grundlae für eine recht genaue Vorhersage

Aufgrund der SEVIRI-Daten ist eine Erkennung gefährlicher Wetterphänomene möglich, etwa von Gewittern, Wirbelstürmen, Starkniederschlägen oder Starkwindfeldern in der Höhe, sogenannten Jetstreams. Auch kann eine relativ präzise Vorhersage für die nächsten sechs Stunden erstellt werden. Die SEVIRI-Rohdaten werden an die Bodenstation übermittelt, wo sie so aufbereitet werden, dass sie für die angeschlossenen nationalen Wetterdatencenter verwertbar sind und für Prognosen verwendet werden können.