Wetterlexikon: Jetstream

Der Jetstream: Globaler Ausgleich zwischen Hochs und Tiefs
Der Jetstream: Globaler Ausgleich zwischen Hochs und Tiefs Animation der NASA 00:27

Was ist ein Jetstream?

Als Jetstream wird ein Starkwindfeld in der oberen Troposphäre oder der unteren Stratosphäre in Höhen zwischen etwa 10.000 und 15.000 Metern bezeichnet. Jetstreams können mehrere hundert Kilometer breit und mehrere tausend Kilometer lang sein, vertikal aber nur einige wenige Kilometer umfassen. Ihre Mindestwindgeschwindigkeit wurde auf 60 Seemeilen pro Stunde (ca. 110 km/h) festgelegt.

Polarfront-Jetstream und Subtropen-Jetstream

Es sind auf beiden Hemisphären je zwei ganzjährig auftretende Jetstream-Systeme bekannt, der Polarfront-Jetstream (PFJ) und der Subtropen-Jetstream (STJ). Der PFJ bewegt sich zwischen 45 und 60 Grad Nord bzw. Süd und weht von West nach Ost. Er neigt zu starkem Mäandern, sodass die Luftströmung auch direkt nach Norden oder Süden gerichtet sein kann. Der STJ tritt in Breiten zwischen 25 und 35 Grad auf, strömt ebenfalls von West nach Ost, mäandert aber nur schwach und ist auf der Südhalbkugel deutlich ausgeprägter. Die Windgeschwindigkeiten innerhalb eines Jetstreams liegen meist im Bereich von 150 bis 370 km/h.