Der Bereich des Westwinddrifts zwischen dem 35. und 65. Breitengrad

Wetterlexikon: Planetarische Frontalzone

Was ist eine planetarische Frontalzone?

Wetterlexikon: Planetarische Frontalzone
Ein Mädchen kämpft sich am 23.02.2017 mit ihrem Fahrrad gegen den stürmischen Westwind an der Plastik „Windwächter“ in Wilhelmshaven (Niedersachsen) vorbei.

Die Planetarische Frontalzone ist der Bereich der Westwindlage in den mittleren Breiten der Erde. Dieser Bereich befindet sich sowohl auf der Nord- als auch auf der Südhalbkugel zwischen dem 35. und 65. Breitengrad. In diesen beiden Zonen bildet der Westwind, der von West nach Ost weht, eine Front gegenüber den subtropischen Hochdruckgebieten und der subpolaren Tiefdruckrinne.

Kalte Polarluft trifft auf Warmluft aus Richtung Äquator

Im Bereich der Planetarischen Frontalzone trifft also kalte Polarluft auf Warmluft aus Richtung des Äquators. Beide Luftströme werden in der Westwindzone ausgeglichen.

Der Druckunterschied zwischen Polarluft und Tropenluft, die in der Planetarischen Frontalzone aufeinander treffen, sorgt für die Entstehung des sogenannten Gradientwindes. Mittels Corioliskraft wird dieser Gradientwind auf der Nordhalbkugel nach rechts abgelenkt, auf der Südhalbkugel nach links. Auf diese Weise entsteht in beiden Planetarischen Frontalzonen der Westwind. Je weiter die Temperaturen zwischen Polarluft und Tropenluft auseinanderliegen, umso stärker mäandriert die Westwindströmung und bildet entsprechend vermehrt Fronten zum Temperaturausgleich.