Wetterlexikon: Orographische Niederschläge

Wetterlexikon: Orographische Niederschläge
Wanderer auf einem Berggipfel. © deutsche presse agentur

Was sind orographische Niederschläge?

Orographische Niederschläge bzw. Steigungsniederschläge entstehen durch aufsteigende Luftmassen an Gebirgszügen oder ähnlichen orographischen, also höhenbezogenen Erhebungen. Wind lässt dabei feuchte Luft am Gebirgszug aufsteigen. Durch Abkühlung und Kondensation kommt es zur Wolkenbildung und je nach Intensität der Aufwärtsströmung zu Niederschlägen.

Die Lee-Seite eines Gebirges wird meist von den Niederschlägen verschont

Diese Niederschläge fallen je nach Luftfeuchtigkeit unterschiedlich heftig aus und können einige Stunden bis Tage dauern. Die windabgewandte Seite des Gebirges (Lee) wird dabei entweder ganz oder teilweise von den Niederschlägen verschont, da der Gipfel als natürliches Hindernis wirkt und die Luft nach dem Abregnen trocken bzw. trockener ist.

Auf der Lee-Seite kommt es meist zu warmen, trockenen Abwinden, dem Föhn. Auf der permanent dem Wetter ausgesetzten Luv-Seite des Gebirges kann es auch in gemäßigten Klimaten zur Bildung eines sogenannten gemäßigten Regenwaldes kommen. Besonders in Australien und Nordamerika ist dieses Phänomen zu finden.