Zusammenhänge zwischen Wetter und Gesundheit

Wetterlexikon: Medizinmeteorologie

Was ist die Medizinmeteorologie?

Die Medizinmeteorologie ist eine interdisziplinäre Wissenschaft, die sich mit den Zusammenhängen zwischen Wetter und Gesundheit beschäftigt. Sie wird auch als Biometeorologie, Bioklimatologie oder Meteoro-Biologie bezeichnet und untersucht beispielsweise die positiven oder negativen Auswirkungen von veränderten Zuständen der Atmosphäre auf den menschlichen Organismus.

Spezielle Wettervorhersagen zu Pollenflug, Ozon- oder Staubbelastungen und Föhnwinden

So kann man Beschwerden, die unter dem Begriff Wetterfühligkeit zusammengefasst werden, eine wissenschaftliche Basis geben und versuchen, die schwer nachweisbaren, komplexen Zusammenhänge und Widersprüchlichkeiten aufzudecken. Auch der Zusammenhang zwischen Gesundheitsbeeinträchtigungen und elektrischer Ladung bei Gewittern, Schadstoffen in der Luft, zum Beispiel Feinstaub, sowie Allergien durch Pollenflug sind Gegenstand der Medizinmeteorologie.

Für den Alltag nutzbar sind insbesondere spezielle Wettervorhersagen zu Pollenflug, Ozon- oder Staubbelastungen, Föhnwinden und ähnlichen Phänomenen, die bei bestimmten Bevölkerungsgruppen erfahrungsgemäß gesundheitliche Probleme verursachen. Medizinmeteorologen erstellen außerdem Gutachten für örtliche Planungen auf der Basis regionaler Bioklimamodelle, nehmen lufthygienische Beratungen in Kurorten vor und sind an einer Vielzahl internationaler Forschungsprojekte beteiligt.