Wetterlexikon: Lenticularis

Wetterlexikon: Lenticularis
Eine Lenticulariswolke. © picture alliance / blickwinkel/G, G. Czepluch

Was ist eine Lenticularis?

Die typischen Föhnwolken namens Lenticularis (lat. linsenförmig) entstehen, wenn Luftmassen aufgrund starker Höhenwinde quer zu einem längeren Gebirgsrücken über das Gebirge strömen, auf der der Luftströmung zugewandten Seite (Luv) unter Abkühlung zum Aufsteigen gezwungen werden und auf der der Luftströmung abgewandten Seite (Lee) unter Erwärmung wieder absteigen.

Hohe Föhnwolken werden Altocumulus lenticularis genannt

Falls es auf der Luvseite zu Niederschlägen kommt, weil ein Teil der Feuchtigkeit der Luft aufgrund der Abkühlung auskondensiert, kommt es zu den typischen Föhneffekten. Bei genügend starkem Höhenwind bilden sich kurz hinter dem Gebirgskamm in Richtung Lee stehende, ortsfeste Wellen, die immer dann sichtbar sind, wenn die im Wellenberg aufsteigende Luft kondensiert und zu einer typischen linsenförmigen Wolkenbildung führt.

Je nach Sonnenstand können die Wolken auch leicht irisieren. In der Regel tragen die Wolken, je nach Höhe, noch eine zweite Bezeichnung. Häufig werden hohe Föhnwolken (bis zu 7.000 m) deshalb als Altocumulus lenticularis bezeichnet.