Dieser Schnee wird durch Emissionen von Industrieanlagen hervorgerufen

Wetterlexikon: Industrieschnee

Wetterlexikon: Industrieschnee
Schneebedeckt sind am 07.12.2016 in Asperg (Baden-Württemberg) Zweige von Bäumen. Bei dem Wetterphänomen handelt es sich um "Industrieschnee", der von Wasserdampf aus Industrieanlagen stammt. © dpa, Andreas Rosar, bwe tba

Was ist Industrieschnee?

Industrieschnee entsteht im Winter oft um industrielle Anlagen herum, auch wenn kein Schnee angesagt war und wenige Meter weiter kein Schnee liegt. Industrieschnee entsteht durch die Verbindung von Wasserdampf aus den Schornsteinen mit Staub oder Asche bei Inversionswetterlagen

Industrieschnee ist ein Zeichen hoher Luftverschmutzung

Wenn es sehr frostig ist und stabiles Hochdruckwetter herrscht, reagiert die Feuchtigkeit aus den Industrieanlagen mit einer vorhandenen Nebeldecke und bildet sehr feinen Schnee. Bei einer Fallhöhe von nur etwa 100 bis 200 Metern von den Schornsteinen bilden sich keine Eiskristalle, sondern sogenannte Eisnadeln.

Bei anhaltenden Verhältnissen kann Industrieschnee eine Decke von etwa 10 cm Höhe erzeugen. Meist tritt Industrieschnee im November oder Dezember auf, wenn am Boden schon Minusgrade herrschen, während bis 1.000 Meter Höhe feuchte Luft besteht. Auch in Ballungsgebieten und Großstädten kann dieser Schnee bei entsprechenden Bedingungen auftreten. Der Industrieschnee ist das Ergebnis menschlichen Einflusses auf das Wetter und zwar hübsch anzusehen, aber auch ein Zeichen hoher Luftverschmutzung.