Diesen Sandsturm gibt es nicht nur in der Wüste

Wetterlexikon: Habub

Was ist der Habub?

Der Habub (arab. starker Wind) ist ein blitzartig entstehender Sandsturm, der vorrangig in den Sommermonaten von Mai bis September in der Sahara auftritt. Charakteristisch für ihn ist die große Menge Sand, die der Sturm bei einer Geschwindigkeit von über 80 km/h bis zu 900 Meter hoch aufwirbelt. Diese Sandwalze entsteht meist unerwartet und wird durch das Auftreffen des feuchten Monsunwindes auf trockene Luftschichten ausgelöst. Ein Habub ist meist der Vorbote eines starken Gewitters und kann mehrere Stunden andauern.

Die zunehmenden Dürreperioden in den USA könnten die Häufigkeit der Habubs erhöhen

Die Wüste sieht nach einem solchen Sturm völlig anders aus als zuvor. Der nördliche Saharateil wird dabei von Stürmen mit weniger Sand heimgesucht. Habubs sind aber nicht nur auf die Wüstengebiete Afrikas beschränkt. Auch in den trockenen, wüstenartigen Gebieten in Arizona und Texas kommen sie immer häufiger vor. Forscher befürchten bei den zunehmenden Dürreperioden in den USA auch ein Ansteigen der Habubs und immer größere bewegte Sandmengen.