Immer parallel zu den Isobaren

Wetterlexikon: Geostrophischer Wind

Wetterlexikon: Geostrophischer Wind
Ein Windsack weht im Wind. © deutsche presse agentur

Was ist ein geostrophischer Wind?

Geostrophischer Wind weht immer parallel zu den Isobaren (Linien gleichen Luftdrucks). Dabei weht er auf der Nordhalbkugel um das Hochdruckgebiet im Uhrzeigersinn und um das Tiefdruckt entgegen des Uhrzeigers. Auf der Südhalbkugel liegen die Verhältnisse genau andersherum.

Unterhalb von 2.000 Metern unterliegt Wind zusätzlich der Reibung an der Erdoberfläche

Luftmassen versuchen, entsprechend des Druckgradienten, aus dem Gebiet hohen Drucks in das Gebiet niedrigeren Drucks zu strömen. Hierbei werden sie von der Corioliskraft gestört, die die Luftmassen auf der Nordhalbkugel nach rechts ablenkt. Das kommt durch die unterschiedlichen Bahngeschwindigkeiten auf der Erdoberfläche zustande. Diese liegt bei 0 km/h an den Polen und 1.670 km/h am Äquator. Wenn der geostrophische Wind in Richtung der Isobaren bläst, befinden sich die beiden Kräfte Druckgradient und Corioliskraft im Gleichgewicht.

Unterhalb einer Höhe von etwa 2.000 m unterliegt Wind zusätzlich der Reibung an der Erdoberfläche. Diese verlangsamt die Luftströmung und führt zu einer Winddrehung nach links. Es handelt sich dann um ageostrophischen Wind.