Wetterlexikon: Eisberg

Was ist ein Eisberg?

Eisberge sind großflächige, auf dem Meer treibende Eisansammlungen in Form von Bergen. Etwa ein Siebtel ihrer Masse befindet sich oberhalb der Wasseroberfläche, der größere Teil darunter. Die milchig-weißen Ansammlungen von Eis bestehen größtenteils aus gefrorenem Süßwasser mit winzigen Lufteinschlüssen. Bei Grönland gibt es auch Eisberge mit bläulicher Färbung. Diese sind kompakter und haben keine Luftbläschen, sodass sich das Licht an ihnen anders bricht. In der Antarktis sind Tafeleisberge mit großen, plattenartigen Oberflächen weit verbreitet.

Eisberge entstehen durch das Kalben von Gletschern in der Antarktis und Arktis. Dabei brechen großflächige Eisstücke ab und treiben auf das Meer hinaus. Außergewöhnliche Wetterphänomene wie Tsunamis können ebenfalls zum Abtrennen von Eisbergen führen. Mitunter türmen sich mehrere Eisschollen im Wasser zu meterhohen Eisbergen auf. Besonders gefährlich für die Schifffahrt ist der unter Wasser befindliche Teil der Eisansammlung. Das Abschmelzen der Eisberge und der damit verbundene Anstieg des Meeresspiegels gelten als Indikator für den Klimawandel.