Tropische Wellen können durch Ostwinden Richtung Westen wandern

Wetterlexikon: Easterly Waves

Dramatischer bunter Himmel bei Sonnenuntergang
Tropische Wellen sind Bereiche hoher Gewitteraktivität und Bewölkung, die ihren Ursprung in der innertropischen Konvergenzzone haben. © picture alliance / Design Pics, Scott Mead

Was sind Easterly Waves?

Als Easterly Waves werden instabile Wolkengebilde mit hoher Gewitterwahrscheinlichkeit bezeichnet, die zwischen 10 und 20 Grad geografischer Breite auf der Süd- und Nordhalbkugel der Erde vorzufinden sind und aus der innertropischen Konvergenzzone stammen. Durch die Passatwinde können die Easterly Waves von Osten nach Westen wandern.

Easterly Waves können sich zu einem Wirbelsturm entwickeln

Typisch für die Easterly Waves ist deren Vorderseite. Hier herrscht eine abweichende Strömung zu dem Rest der Wolke, weshalb es zur Auflösung kommt. Durch diesen Vorgang erhalten die Easterly Waves ihr wellenartiges Aussehen. Auf der Rückseite hingegen ist eine gleichbleibende Strömung vorzufinden, die zu einer Labilisierung der Luftmassen führt. Diese löst die Bildung von hochreichenden Gewitterzellen aus.

Es kommt unter günstigen Bedingungen nicht selten vor, dass sich die Easterly Waves über den tropischen Ozeanen zu einem tropischen Zyklon oder Wirbelsturm entwickeln. Besonders in Afrika und Asien kommen die Easterly Waves vor, wobei Deutschland überwiegend von ihnen verschont bleibt.