Eine wenige hundert Kilometer breite Tiefdruckrinne in Äquatornähe

Wetterlexikon: Innertropische Konvergenz

Wetterlexikon: Innertropische Konvergenz
25. Juli 2010: Menschen waten nach starken Regengüssen durch die Wassermassen in San Juan, Philippinen. © picture alliance / dpa, Dennis M. Sabangan, ds ss

Was ist eine innertropische Konvergenz?

Innertropische Konvergenz nennt man ein Witterungsphänomen, das in der sogenannten innertropischen oder intertropischen Konvergenzzone auftritt. Es wird häufig mit der Abkürzung ITC (Inter Tropic Convergence) oder ITCZ (Inter-Tropical Convergence Zone) bezeichnet. Die innertropische Konvergenz tritt in einer wenige hundert Kilometer breiten Tiefdruckrinne im Bereich der nördlichen und südlichen Passatwinde in der Nähe des Äquators auf. Sie äußert sich durch starke Quellbewölkung und Konvektionserscheinungen. In diesem Teil der Ozeane kommt es mehrfach täglich zu Starkregen, Gewittern und drehenden Sturmböen.

Bei der Überschreitung des Taupunktes kommt die Kondensation in Gang

Ob und wie sich die Unwetter auf das Festland auswirken, ist von der lokalen Luftfeuchtigkeit abhängig. Jedoch kommt es durch die starke Wolkenbildung aufgrund der aufsteigenden Luft häufig zu Wolkenbrüchen. In der ITCZ steigt feuchte Luft auf und kühlt langsam ab, ihre Wasserdampfkapazität sinkt. Gleichzeitig nimmt die relative Luftfeuchtigkeit zu. Bei der Überschreitung des Taupunktes kommt Kondensation in Gang, die große Mengen flüssigen Wassers produziert. So entsteht der starke Niederschlag.