Dieser Sandsturm kommt meist im Frühjahr oder im Herbst auf

Wetterlexikon: Chamsin

Sandsturm zieht Todesspur durch Ägypten
Ein Ägypter versucht sich und seine Kinder in Sicherheit zu bringen, als hinter ihm eine Anzeigentafel am 2.5.1997 in Kairo durch einen Sandsturm umstürzt. © picture-alliance / dpa, epa AFP, gk/sv

Was ist der Chamsin?

Der Chamsin (arab. fünfzig) ist ein trockener, heißer Wüstenwind, auch bekannt als Scirocco, der in Ägypten, Israel, Palästina, Libanon, Syrien und Zypern als Sandsturm auftritt. Fast immer liegt sein Auftreten im Frühjahr oder Herbst, und zwar innerhalb eines 50-tägigen Zeitraums nach der jeweiligen Tag-und-Nacht-Gleiche. Für die Entstehung des Chamsin ist eine besondere Wetterumstellung verantwortlich, wie sie typischerweise im Frühjahr und im Herbst vorkommt.

Der Sandstaub kann bis ins Rheinland gelangen

Besonders, wenn über Mesopotamien ein Hochdruck- und gleichzeitig über dem Mittelmeer ein Tiefdruckgebiet liegt, kann die heißtrockene, kontinentale Luft von Südwesten her nach Israel und in die umliegenden Länder einströmen. Temperaturen von 40° C sind während der Chamsintage keine Seltenheit.

In den betroffenen Gebieten kann der Sandsturm erheblich die Sichtverhältnisse beeinträchtigen. Bei entsprechender Wetterlage wird Sandstaub sogar bis ins Rheinland getragen und setzt sich dort als feine Schmutzschicht z. B. auf Fahrzeugen ab.