Messinstrument zur Messung einer Strahlungsbilanz

Wetterlexikon: Albedometer

Justierung eines Schattenrings für ein Pyranometer zur Messung der Sonnenstrahlung.
Jutta Rehnert vom Institut für Meteorologie der Universität Leipzig justiert den Schattenring für ein Pyranometer zur Messung der Sonnenstrahlung (17.07.2013). © picture alliance / dpa, Hendrik Schmidt, hsc jai

Was ist ein Albedometer?

Ein Albedometer ist ein Messinstrument zur Messung einer Strahlungsbilanz. Der Name leitet sich von dem Begriff Albedo ab, der das Reflexionsvermögen des Erdbodens bezeichnet. Die Albedo ist abhängig von der Beschaffenheit des Bodens und dem Einfallswinkel der Sonnenstrahlen. Während auf Ackerboden rund 20 Prozent gemessen werden, erreicht zum Beispiel Neuschnee 85 Prozent. Die Albedo hat Bedeutung für die Klimaforschung, aber auch für lokale Wetterphänomene wie Gletscherwinde.

So ist ein Albedometer aufgebaut

Auffällig beim Albedometer sind zunächst zwei halbkugelförmige Glaskuppeln, die nach oben und unten gerichtet sind. In jeder dieser Kuppeln befindet sich ein Pyranometer, das die auftreffende Strahlung misst. Dies erfolgt zum Beispiel durch schwarz und weiß lackierte Kupferplättchen, deren Wärmedifferenz mittels einer Thermosäule gemessen wird. Da das Albedometer zwei solcher Messeinrichtungen besitzt, wird es auch als Doppelpyranometer bezeichnet. Während die obere Kuppel die auftreffende Globalstrahlung misst, wird in der unteren Kuppel die reflektierte Strahlung (Reflexstrahlung) aufgefangen. Die Differenz entspricht der Strahlungsbilanz.