Tote und Verwüstungen

Unwetter auf Ferieninsel Kreta sorgt für Wasserhose und krasse Fluten

von Lynn Michel, Daniela Bertlich und Oliver Hantke

Jetzt hat es die nächste Ferieninsel heftig getroffen. Ein starkes Unwetter ist über die griechische Insel Kreta hinweg gezogen und sorgte für Verwüstungen, Überschwemmungen und Sperrungen von Straßen und Flughäfen.

Oben im Video die krassen Bilder aus dem Flugterminal und dem Flugzeug

 October 15, 2022, Heraklion, Crete, Greece: A man was found dead at Agia Pelagia, in the municipality of Malevizio at Heraklion, Crete, where heavy rainfall has caused extensive flooding in several areas. Heraklion, Crete Greece - ZUMAe114 20221015_
Unglaubliche Bilder aus Heraklion nach den heftigen Regenfällen

Tweet: Unglaubliche Fluten in Heraklion auf Kreta

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Bis zu 100 Liter Regen

Auf dem Flughafen von Kreta ging am Samstag nicht viel. Wassermassen schießen über die Rollbahnen. Flüge werden annulliert oder umgeleitet.

Am Samstag hat Heraklion zwischen 9 und 15 Uhr eine Regenmenge von 143 Litern gemeldet. Mal zum Vergleich: in Köln fallen im gesamten Monat Oktober 54 Liter. Jetzt ist das kleine, aber heftige Gewittertief etwas weiter ostwärts gezogen und sorgt heute vom Süden der Türkei bis nach Zypern für Unwettergefahr.Heute und morgen sind auf Kreta vor allem nachmittags noch einmal Regenschauer zu erwarten, die aber nicht mehr die gewaltigen Regenmengen vom Samstag bringen. Ab Dienstag sollte sich dann das Wetter beruhigen und die Sonne wieder häufiger scheinen.

Hier geht es zu den Unwetterwarnungen auf Kreta

Hier geht es zum aktuellen Regenradar von Griechenland

Tote auf Kreta nach "biblischer Katastrophe"

Das Unwetter auf der Ferieninsel Kreta hat mindestens zwei Menschen das Leben gekostet und enorme Schäden angerichtet. „Es war das schlimmste Unwetter der letzten 100 Jahre“, sagte der Regionalgouverneur von Kreta, Stavros Arnaoutakis. Die Tageszeitung „Kathimerini“ schrieb von einer „biblischen Katastrophe“.

Bereits am Samstag wurde ein 50 Jahre alter Mann im Auto von den Wassermassen mitgerissen und ertrank. Auch eine zunächst vermisste 49-Jährige konnte am Sonntag nur tot geborgen werden - das Wasser hatte sie ins Meer gespült. Polizei und Feuerwehr verzeichneten unzählige Anrufe betroffener Bürger, örtlich fiel auch der Strom aus.

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(oha)