Von wegen goldener Monat!

Winterschock und viel Regen im Oktober

von Nina Zorn

Der Oktober ist bekannt für seine goldenen Tage: Sonne, bunte Blätter und wunderbare Temperaturen für Herbstspaziergänge. Doch derzeit sieht es alles andere als bunt und angenehm aus. Bricht etwa schon der Winter frühzeitig ein?
Im Video: Herbst ist Nebelzeit – das birgt auch Gefahren. Hier ein paar Tipps!

Genießt die letzten sonnig-trockenen Tage

Wir erleben gerade die scheinbar letzten schönen Tage des Jahres mit Sonnenschein, wenig Regen und noch halbwegs angenehmen Temperaturen, die Lust auf einen schönen Spaziergang machen. Doch damit scheint es nun vorbei zu sein. Der Oktober steht vor der Tür und scheint sich eher auf eine nasse und kalte Zeit zu fokussieren.

Regen wird der tägliche Begleiter

Die Wetterprognose für den Oktober zeit einen milden Start mit viel Regen und angenehmen 10-16 Grad, bevor die Werte in den Keller stürzen mit bis zu 0 Grad in der Spitze.
Die Langfristprognose für den Oktober zeigt einen milden Start, bevor der Winter frühzeitig anklopft.

Wer auf trockene Herbstferien gehofft hat, wird leider enttäuscht. Der Oktober scheint von Anfang an regnerisch zu sein. Das zieht sich durch den ganzen Monat, offenbar flächendeckend für ganz Deutschland. Mit bis zu 8 Litern pro Quadratmeter in der Spitze - die Werte sind übrigens bundesweit gemittelt - wird der Regenschirm wohl seinen Platz im täglichen Gepäck finden. Zur Monatsmitte scheint der Oktober aber doch noch etwas golden zu werden, denn die Schauer sollten vielerorts kurzzeitig pausieren.

Erst mild, dann folgt der absolute Kälteschock

Auch die Temperaturen sind alles andere als angenehm. Der Oktober startet mit milden 10 bis 18 Grad in die erste Monatshälfte. Da lohnt es sich zumindest, die Übergangsjacke noch einmal aus dem Schrank zu holen. Auch für die Herbstferien ist das zunächst eine gute Nachricht. Die zweite Monatshälfte will dann aber nicht mehr ganz so mild bleiben. Die Temperaturen stürzen buchstäblich in den Keller und ein Winterschock macht sich breit. Das bedeutet, dass wir nachts bereits Minusgrade erreichen könnten. Dann ist Frost programmiert.

Noch gravierender ist der Vergleich mit dem Temperaturmittel von 1991 bis 2020: In dieser Kälteperiode könnte es bis zu 8 Grad kälter als im langjährigen Schnitt werden! Zum Glück scheint sich der Oktober noch nicht an den Winter zu klammern. So könnte zumindest das Ende des Monats noch ein paar goldene Tage versprechen.

Langfristprognosen zeigen: Kälteeinbruch dürfte keine meteorologische Überraschung sein

Die Wetterprognose für den Dezember zeigen großteils einen Winter unter 0 Grad mit wenig Niederschlag. Aber die Vorhersagen sind mit starken Unsicherheiten behaftet.
Erste Berechnungen für den Dezember zeigen einen bitterkalten Winter in Deutschland - aber die Prognosen sind noch sehr unsicher.

Die aktuellen Langfristprognosen zeigen, dass auch im November die Temperaturwerte gegen Ende an die 0-Grad-Grenze stoßen werden. Noch extremer könnte es im Dezember werden. Nach den aktuellen Berechnungen müssen wir mit einem sehr kalten Winter rechnen. Die Temperaturen könnten größtenteils im Minusbereich liegen. Sollte es so kommen, sind sogar bis zu -8 Grad möglich. Allerdings sind die Vorhersagen für einen so langen Zeitraum noch sehr unsicher.

Damit dürfte die zweite Oktoberhälfte ein Vorbote für einen frostigen Winter in Deutschland sein.

Achtung bei den Langfrist-Prognosen

Langfristberechnungen sind mit entsprechender Vorsicht zu genießen. Denn mit den Computertrends über fünf bis zehn Tage im Voraus oder gar mit Blick auf ganze Monate oder Jahreszeiten hinaus verlassen wir die klassischen Wetterprognosen und wechseln in den experimentellen Bereich. Die Hilfsmittel geben uns eine erste Einschätzung, können sich aber nochmal stark verändern.

(nzo)