Die Luft ist zu sauber

Sonnenbrand wegen Corona

Sonne
Die Frühlingssonne hat schon viel Kraft - besonders bei blitzblank geputztem Himmel © iStockphoto, BrianAJackson

UV-Strahlung kommt ungehindert durch

Der Himmel ist wieder einmal blitzblank geputzt, die Sonne scheint von früh bis spät, die Luft ist angenehm warm – da sollten die Alarmglocken schrillen: Sonnenbrandgefahr! Was in diesem Frühjahr noch hinzu kommt: Durch die Corona-Krise ist die Luft besonders sauber und lässt die gefährlichen UV-Strahlen ungehindert auf unsere Haut treffen. Sofern wir sie nicht schützen.

Staubpartikel verringern die Wirkung der UV-Strahlung

COVID-19 hat die Welt zum Erliegen gebracht. Es gibt weniger Emissionen durch Autos, Flugzeuge, Industrieanlagen. Das tut der Umwelt und uns erstmal gut. Die feinen Staub- und Rußpartikel fehlen jetzt aber auch, um das direkte Sonnenlicht inklusive UV-Strahlung zu streuen, zum Teil ins Weltall zurückzustrahlen oder ganz zu absorbieren, also aufzunehmen. Der Effekt mag gering sein, aber eins ist klar: Die Sonnenbrandgefahr ist in den nächsten Wochen groß.

Sonne, Sonne, nichts als Sonne

UV-Index
Der UV-Index für Montag, den 20. April

Ab Sonntag macht sich das sonnige Wetter wieder über das ganze Land breit. Am Montag zum Start in die neue Woche steigen entsprechend auch wieder die UV-Werte an. Im Norden und in der Mitte Deutschlands ist mit UV-Index 5 die gesundheitliche Gefährdung noch mittelgroß. Weiter südlich und in den Alpen steigt der Wert aber auf 6 bis 8. Damit ist dann wirklich nicht mehr zu spaßen und Sie müssen sich gut gegen die UV-Strahlung schützen.

Video: Tipps gegen Sonnenbrand

Was die Sonne jetzt so gefährlich macht


  • Die Kraft der Sonne in dieser Jahreszeit ist nicht zu unterschätzen. Sie entspricht in etwa der Kraft zum Ende des Sommermonats August.
  • Die Haut ist noch nicht an die Sonne gewöhnt und sehr empfindlich.
  • Der Wind kühlt angenehm und so kann sich der Sonnenbrand unbemerkt entwickeln.
  • Die Ozonschicht über der Arktis, ein wichtiger Schutzschild vor der schädlichen UV-Strahlung der Sonne, ist stark ausgedünnt.
Creative Highlights World Geyser field El Tatio in Atacama region, Chile Geyser field El Tatio in Atacama region, Chile PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY Copyright: xzhuzhux 5264258
Die Sonne: strahlend schön, aber eben auch gefährlich © imago images/YAY Images, Nataliya Hora via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Achten Sie auf ausreichenden UV-Schutz!

Schützen Sie sich. Im Urlaub ist die Tube Sonnencreme im Gepäck für viele selbstverständlich. Zuhause an UV-Schutz zu denken, ist kein solcher Automatismus. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) rät aber dringend dazu, auch im eigenen Garten, auf dem eigenen Balkon oder beim Spaziergang mit der Familie auf ausreichenden UV-Schutz zu achten.

Mother and daughter on beach. Mother is applying sunscreen lotion on her daughter. The girl is aged 8.
Immer schön eincremen - nicht nur im Urlaub am Strand © Getty Images, Imgorthand

UV-Strahlung - gut zu wissen

Die Stärke der UV-Strahlung ist abhängig von

  • Jahreszeit
  • Tageszeit
  • Breitengrad
  • Höhe des Ortes
  • Wolkenbedeckung
  • Albedo der Umgebung

Was heißt das? Wegen des höheren Stands der Sonne ist die UV-Strahlung im Sommer am intensivsten, im Winter am niedrigsten. Entsprechend gilt das für Mittagszeit verglichen mit den Früh- und Morgenstunden. Die UV-Strahlung ist am Äquator am höchsten und steigt mit der Höhe: Die UV-Strahlung nimmt um ca. 10 Prozent pro 1000 Höhenmeter zu. Eine dicke Wolkenschicht durchdringt die UV-Strahlung kaum, wolkenloser Himmel öffnet ihr Tür und Tor. Wasser, Schnee und auch Sand (am Strand) haben zudem eine hohe Albedo, eine hohe Reflexionsstrahlung und verstärken die UV-Strahlung auf diese Weise. Schatten dagegen verringert sie.