Totale Mondfinsternis

Blutmond erwacht - aber nicht über Deutschland

von Karim Belbachir

Kurz nach der partiellen Sonnenfinsternis, die zugegebenermaßen für die meisten kaum zu erkennen war, steht im November das nächste Schauspiel am Himmelszelt an. Am 8. November gibt es eine totale Mondfinsternis. Wir klären wo und wann sie zu sehen ist.

Im Video: So sah der Blutmond im Mai 2022 aus

Mondfinsternis sichtbar in Europa?

21.01.2019, Schweiz, Allaman: Eine totale Mondfinsternis ist in Allaman abgebildet. Foto: Valentin Flauraud/KEYSTONE/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Totale Mondfinsternis: Die Erdatmosphäre lässt meist nur die langwelligen Rottöne zum Mond durch. So verdiente sich unser Erdtraband auch den Namen Blutmond.

Eine totale Mondfinsternis haben wir hier in weiten Teilen Deutschlands in diesem Jahr bereits am 16. Mai gesehen. Nun steht am 8. November die nächste MoFi an, doch leider liegt der größte Teil Europas außerhalb der Zone, die sieht, wie der Kernschatten der Erde sich über den Mond legt. Wenn es dann gegen 12 Uhr soweit ist, befindet sich der Mond unterhalb des Horizonts und somit ist die Mondfinsternis nicht mal partiell zu sehen. In Finnland und Russland wird sie hingegen gut zu sehen sein. Noch besser ist es in Nord- und Südamerika, aber auch Asien und Afrika bekommen ihren Bissen vom MoFi-Kuchen ab.

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Warum scheint der Mond während einer Mondfinsternis rötlich?

Die nächste in Deutschland sichtbare Mondfinsternis ist erst wieder im Jahr 2025 (7. September) zu sehen. Mondfinsternisse sind viel häufiger als Sonnenfinsternisse. Eine Voraussetzung für eine Mondfinsternis ist der Vollmond, denn dabei steht die Erde zwischen dem Trabanten und der Sonne und wirft ihren Schatten auf ihren ständigen Begleiter. Eine Mondfinsternis – partiell oder total – kommt rund alle sechs Monate vor. Dabei wird der Mond in ein rötliches Licht getaucht.

Das liegt daran, dass die Lichtstrahlen, die von der Sonne noch zum Mond durchscheinen eher im roten Wellenbereich liegen. Die kurzwelligeren blauen Farbtöne werden auf ihrem Weg durch die Erdatmosphäre fast komplett geschluckt beziehungsweise zerstreut, so dass nur die Rottöne zum Mond rüber scheinen und ihn so einfärben. Aus diesem Grund wird der Vollmond während einer Mondfinsternis auch Blutmond genannt.

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Partielle oder totale Mondfinsternis

Der Unterschied zwischen einer partiellen oder totalen Mondfinsternis liegt darin, dass sich der Kernschatten der Erde bei einer totalen MoFi komplett über den Mond legt. Bei einer partiellen Mondfinsternis bewegt sich der Mond durch den Halbschatten der Erde. Das tut er auch bei einer totalen Mondfinsternis, bevor er dann in den Kernschatten eintaucht und sich in den Blutmond verwandelt.

Übrigens gibt es auch eine Mondfinsternis, bei der der Erdtrabant nur durch den Halbschatten der Erde wandert und den Kernschatten nicht berührt. Diese wird totale Halbschattenfinsternis genannt und ist äußerst selten, da der Mond nur wenig kleiner ist, als der Halbschatten, den die Erde wirft. Die nächste Halbschattenfinsternis ist am 5. Mai 2023 und von Deutschland aus kaum zu sehen. Nur dem Ende werden wir beiwohnen können, da sich der Mond zuvor noch unterhalb des Horizonts befindet.

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(kfb)