Pflanzen, pflegen, düngen

Wann und wie sollte man Rhabarber am besten ernten?

von Amelie von Kruedener

Die Rhabarber-Saison hat begonnen.
Rhabarber ernten ist kinderleicht.

Die Saison für Rhabarber startet normalerweise im Mai und endet im Juni. Je nach Wetter und Sorte kann sogar im April der erste rosa Stängel geerntet werden. Damit der Rhabarber weiter gut wächst, gibt es beim Ernten ein paar Dinge zu beachten.

Ab wann darf Rhabarber geerntet werden?

Wer den Rhabarber erst in diesem Jahr gesetzt hat, muss sich noch gedulden. Erst im zweiten oder Jahr sollten die Stangen geerntet werden. Je länger man mit der ersten Ernte wartet, desto kräftiger und dichtwüchsiger werden die Pflanzen. Allerdings gibt es auch Sorten, die schon im ersten Pflanzjahr abgeerntet werden können, diese können teils sogar bis in den Herbst hinein leckere Rhabarberstängel hervorbringen.

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Rhabarberernte von Mai bis Juni.
Nach dem Ernten wird der Rhabarber gesäubert, geschält und in kleine Stücke geschnitten.

Ende Juni ist Schluss mit Rhabarber

Ansonst ist der 24. Juni der offiziell letzte Tag für die Rhabarberernte. Danach schmecken die Frühlingsstängel nicht mehr so gut. Grund dafür ist der steigende Oxalsäure-Gehalt – gesundheitsschädlich ist das jedoch nicht, ein Gerücht, das sich hartnäckig hält. Bis zum Folgejahr kann der Rhabarber ab diesem Zeitpunkt ignoriert werden. So hat er genug Zeit, um sich von der Ernte zu erholen. Sowieso sollte nicht mehr als die Hälfte der Blätter geerntet werden, ansonsten wird der Rhabarber zu sehr geschwächt und kommt im nächsten Jahr nicht wieder.

Kleiner Tipp: Ein oder zwei Stängel mit Blüten stehen lassen – sieht extrem dekorativ aus – besonders im Herbst.

Roter Rhabarber ist der süßeste unter allen Sorten
Die verschiedenen Rhabarbersorten haben unterschiedliche Eigenschaften.
  • Grüner Stiel, große Pflanzen: hoher Ertrag, sauer
  • Roter Stiel und grünes Fleisch: sehr mild, wenig sauer
  • Rote Stangen und rotes Fleisch: zart, wenig sauer

Rhabarber ernten – so geht’s

  • Jung ernten, dann sind die Stängel noch schön zart und ohne Fasern
  • Mai bis 24. Juni ist Erntezeit
  • Rhabarberblätter mit Stängel in einem Ruck herausziehen
  • Nur die Hälfte der Blätter ernten
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Rhabarberblüten sind essbar
Auch die Blüten sind essbar. Sie sehen aus wie Brokkoli und werden auch so zubereitet. Allerdings muss man sich entscheiden, denn wer kräftige Rhabarberstiele ernten möchte, sollte die dekorativen Blüten frühzeitig herausbrechen.

Rhabarber pflanzen - darauf sollten Sie achten

Die robuste Pflanze brauch wenig Extras. Sonnig bis halbschattig steht der Rhabarber besonders gern. Wichtig ist, dass der Boden locker ist, damit sich die Wurzeln gut ausbreiten können. Wasser braucht der Rhabarber nur, wenn es trockene Phasen gibt, da die großen Blätter doch recht viel Wasser verdunsten. Besonders im Frühjahr kann dann eine volle Gießkanne dafür sorgen dass die Stangen schön zart bleiben und nicht verholzen.

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Rhabarber düngen – gewusst wie

Nährstoffe sind für den Rhabarber ebenso wichtig wie für anderes Gemüse. Im März kann er eine gute Ladung Kompost gebrauchen. Pro Pflanze sind rund fünf Liter der nährstoffreichen Erde ausreichend. Man kann allerdings auch eine Handvoll Hornspäne in die Erde einarbeiten.

Rhabarber auf dem Balkon: Mit diesen Tipps gelingt der Anbau

Rhabarber auf dem Balkon.
Auch im Topf kann Rhabarber gut wachsen.

Auch auf dem Balkon oder auf der Terrasse kann der Rhabarber gepflanzt, bewundert und geerntet werden. Dafür braucht man jedoch große Pflanztöpfe, damit die Wurzeln ausreichend Platz haben, sich auszubreiten. Ganz wichtig ist hier, dass immer genug gegossen wird, damit die großen Blätter nicht vertrocknen. Kleiner Tipp für Topf-Rhabarber: Legen sie oben auf die Erde eine dünne Schicht Mulch aus, dann verdunstet das Wasser nicht so schnell.

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(avo)