Papp, Pulver oder etwa Faulschnee?

Welche Schneearten gibt es?

Feucht, schwer klebend oder leise rieselnd

Winterwunderland im Schnee? Nicht nur Kitsch, die kleinen Flocken sind echte kleine Wunderwerke. Jede Schneeflocke ist einzigartig und wenn man auf die verschiedenen Schneearten schaut, kommt man ebenfalls ins Staunen. Wir haben ganz schön viele verschiedene Arten von Schnee ausgemacht.

Im Video kann man sehen, wann und wo zu Weihnachten Schnee fällt.

Was ist Schnee überhaupt?

Der eine liebt ihn, die andere ist genervt von dem weißen Geriesel. Aber eines wissen fast alle: keine Schneeflocke sieht aus wie die andere. Wüde man durch ein Mikroskop schauen, sehen die Eiskristalle wie sechsstrahlige Sterne, Nadeln, Säulen oder Plättchen aus.

Ein Schneekristall, auch Schneeflocke genannt, liegt auf dem Boden im frisch gefallenen Schnee.
Der feste Niederschlag fällt bei 0 Grad und weniger in Form von Eiskristallen vom Himmel.

Pulverschnee oder Pappschnee kennt jeder

Pulverschnee: Wenn es sehr kalt, also unter 0 Grad ist, fallen die extrem trockenen und glatten Kristalle, die sich kaum zusammenfügen lassen. Kennt fast jeder: Aus dem pulverartigen Schnee lassen sich keine Schneemänner oder Bälle formen. Für Skifahrer ist es ideal, die Skier gleiten wunderbar auf Pulverschnee.

Pappschnee: Ideales Baumaterial für Iglus, Schneemänner und Schneeballschlachten. Pappschnee ist feucht und schwer und klebt unter Druck perfekt zusammen. Die Flocken sind oft sehr groß und fallen wesentlich schneller vom Himmel als Pulverschneeflocken.

Neuschnee, Wildschnee oder Altschnee

Neuschnee ist noch keine 24 Stunden alt und würde man durch ein Mikroskop schauen, könnte man die Eiskristalle mit ihren Verzweigungen und spitzen Zacken noch klar erkennen. Ist der Neuschnee extrem locker, wird er auch als Wildschnee bezeichnet.

Altschnee ist jeder Schnee, der länger als 24 Stunden liegt. Beim Blick durch ein Mikroskop würde man keine einzelnen Eiskristalle mehr erkennen können. Oft ist er durch Schmutz oder Smog leicht schmutzig. Durch seine Kompaktheit kann der Altschnee die Kälte in seinem Inneren gut speichern, weshalb er auch bei wärmeren Temperaturen noch recht lange liegen bleibt. Durch seine glatte und dadurch rutschige Oberfläche kann er eine Gefahr für den Straßenverkehr und Fußgänger sein.

Noch mehr Schnee

Es gibt viele Arten von Schnee.
Für Alpinisten ist die Schneebeschaffenheit von großer Bedeutung.
  • Nassschnee ist wie ein nasser Schwamm, wenn man ihn zusammendrückt, kann man Wasser herauspressen. Somit ist er auch sehr schwer.
  • Feucht- oder Sulzschnee
  • Feuchtschnee ist ebenfals sehr nass und dadurch auch schwer. Ist Altschnee sehr nass, wird er auch als Sulzschnee bezeichnet.
  • Faulschnee ist das, was wir normalerweise Schneematsch nennen, ein Gemisch aus Wasser und Schneebrocken, die nicht mehr zusammenhalten, oft durch Erde unschön braun verfärbt.
  • Windharsch gibt es, wenn milder Wind über dem Schnee weh, ihn leicht antaut und anschließend zu einer dünnen Kruste auf der Schneeoberfläche wird.
  • Bruchharsch ist ebenso wie der Windharsch eine Kruste auf der Oberfläche des Schnees. Wenn die oberste Schneeschicht durchnässt und anschließend wieder gefriert.
  • Filzschnee ist wirklich so ähnlich wie Filz, etwas verdichtet und leicht feucht.
  • Firn ist Altschnee, der durch Schmelz- und Gefriervorgänge stark verdichtet wurde. Er ist die Vorstufe zu Gletschereisschnee.
  • Gletschereisschnee entsteht, wenn Firn über einen längeren Zeitraum weiter verdichtet.
  • Griesel ist körniger Schnee, der immer wieder friert.

Zweimal ganz besonderer Schnee

Blutschnee entsteht durch Grünalgen, die rote Carotinode ansammeln und dadurch den Schnee rot färben.

Kunstschnee, wie er oft in Skigebieten eingesetzt wird, entsteht, wenn Schneekanonen Wassertropfen bei unter minus vier Grad Lufttemperatur versprühen.

Unsere Wettertrends und Themenseiten

Sollten Sie Interesse an weiteren Wetter-, Klima- und Wissenschaftsthemen haben, sind Sie bei wetter.de bestens aufgehoben. Besonders ans Herz legenkönnen wir Ihnen auch den 7-Tage-Wettertrend mit der Wetterprognose für die kommende Woche. Dieser wird täglich aktualisiert. Falls Sie weiter in die Zukunft schauen möchten, ist der 42-Tage-Wettertrend eine Option. Dort schauen wir uns an, was auf uns in den kommenden Wochen zukommt. Vielleicht interessiert Sie eher wie sich das Klima in den vergangenen Monaten verhalten hat und wie die Prognose für das restliche Jahr aussieht. Dafür haben wir unseren Klimatrend für Deutschland.

Damit Sie auch unterwegs kein Wetter mehr verpassen, empfehlen wir unsere wetter.de-App für Apple- und Android-Geräte.

Wüstenstaat Deutschland - Die Doku im Online Stream auf RTL+

(avo)