Orkan Sabine in Deutschland: So treibt der Jetstream den Sturm an

Darum ist der Orkan so gefährlich

Gerade im Herbst und Winter ist bei uns in Mitteleuropa Sturmzeit. Auslöser ist eine enorm starke wettersteuernde Strömung. Das ist der sogenannte Jet-Stream, der in einigen Kilometern Höhe von West nach Ost über den Atlantik weht. Hier werden unsere Tiefdruckgebiete erzeugt.

Die Geburtsstätte ist dabei häufig auf der anderen Seite des Atlantiks. Von hier aus zieht auch das aktuelle Orkantief, verstärkt durch den Jet-Stream, zu uns. Angetrieben von einem enormen Motor, der gerne mal 300 bis 500 km/h erreichen kann. Das aber eben glücklicherweise in rund 10 Kilometern Höhe. Denn unten kommen zum Glück die abgeschwächten Windböen an. Dennoch kann es Orkanböen von über 120 km/h im Flachland und bis 180 km/h im Bergland geben. Damit liegt dieser Orkan, vermutlich mit dem Namen Sabine, knapp unter dem Orkan Kyrill im Jahr 2007. 

Das bekommt natürlich auch der Flugverkehr zu spüren. Flüge nach Nordamerika dauern länger, mit Rückenwind geht's dagegen bis zu einer Stunde schneller.