Bis 200 Liter nicht auszuschließen!
Hochwasser statt Hochwinter: Tiefdruckkette bringt Regen ohne Ende
Ein Tief jagt das nächste: Erst bringt Sturm- und Orkantief CONSTANTIN Regen, Wind und Sturm mit hohen Wellen. Dann naht mit DELF der nächste nasse Brocken. Beide Tiefs haben viel Regen im Gepäck. Schnee gibt es nur in den Hochlagen der Mittelgebirge und in den Alpen. Im Rest von Deutschland wird es ganz schön nass. Schaffen das unsere Flüsse oder droht da Hochwasser?
Frau Holle gibt ein Lebenszeichen: Neuschnee in den Alpen
Bis zu 100 Liter: Staulagen der Mittelgebirge kriegen richtig was ab

Die Tiefdruckgebiete, die nun eines nach dem anderen über uns hinwegrauschen, haben ordentlich Wasser im Gepäck. Da sich ein echter Wintereinbruch bis ins Flachland frühestens im letzten Januardrittel andeutet, fällt eher Regen als Schnee. Vor allem in den Staulagen der westlichen Mittelgebirge und Richtung Alpen sind in den kommenden Tagen ergiebige Regenmengen zu erwarten.
Am meisten Regen sehen die Wettercomputer bis zum Ende der Woche im Sauerland und Schwarzwald sowie im Allgäu mit 60 bis 100 Liter je Quadratmeter – einige Modelle machen im Südschwarzwald sogar 150 bis 200 Liter. Kleinere Flüsse und Bäche in den Weststaulagen dürften im weiteren Verlauf damit wohl Hochwasser führen.
Im Osten entspannter - niedrige Schneefallgrenze hilft
Der Osten bekommt derweil mehr Sonne und weniger Regen. 10 bis 20 Liter dürften dort aber ebenfalls zusammenkommen.
Das Schauerwetter hält eigentlich über die gesamte Woche an. Mal ist mehr Regen möglich, mal weniger, aber es dauert nie lange, bis eine neue Staffel durchzieht. Am nassesten wird es im Südwesten und entlang der Grenze nach Frankreich, am ehesten trocken wird es in Sachsen-Anhalt und vielleicht ganz im Nordosten. Generell fällt in der Südhälfte mehr Regen als in der Nordhälfte.
Zeitweise rutscht die Schneefallgrenze im Laufe der Woche auch mal unter 600 bis 700 Meter. Das hilft dann wenigstens kurzzeitig den Flüssen, da das Wasser dann erstmal als Schnee gebunden bleibt und nicht direkt in die Flüsse läuft.
Spannender Blick auf das Wochenende

Ein ausgewachsenes Hochwasser an unseren großen Strömen werden wir wohl eher nicht erleben, kleinere Flüsse können aber schon über die Ufer treten. Auch der Wind bleibt ein Thema und der macht diese Woche dann wirklich zu einem unangenehmen Ereignis. Denn die gefühlte Temperatur rutscht bei der nasskalten Witterung in den Keller.
Und: Am Wochenende könnte es richtig stürmisch werden. Und das hätte möglicherweise noch andere Folgen: Denn hinter dem Sturm könnte sich der Winter verbergen und dann zuschlagen. Mehr dazu hier:
Winterwetter-Wissen: Was ist der Polarwirbel?

Im Prinzip ist der Polarwirbel ein mächtiges Kaltluftpolster. Er entsteht auf der Nordhalbkugel normalerweise im Spätherbst und in den Wintermonaten. Dann sind die Temperaturunterschiede zwischen der Polregion und den südlichen Breiten besonders groß. Ist der Wirbel stark ausgeprägt, dann ist die Witterung bei uns in Deutschland oft durch westliche bis südwestliche und dementsprechend milde Winde bestimmt. Ist er hingegen instabil oder gestört, so werden Wintervorstöße aus Norden und Osten bei uns wesentlich wahrscheinlicher.
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(osc)