Die erste November-Attacke

Herbst-Klatsche am Freitag: Wind, Regen und sogar ein bisschen Schnee

von Claudia Träger und Patrick Panke

Der „richtige“ Herbst lässt immer noch auf sich warten. Selbst zu Beginn des dritten Herbstmonates November ist es mild und oft sonnig. Das ändert sich jetzt schrittchenweise und am Freitag, bläst das Herbstwetter dann zur Attacke mit dichten Wolken, Regen, Wind und einem Schnee-Streifschuss an den Alpen.

Video: In der Animation ist das Herbst-Tief, das über Deutschland zieht, gut zu sehen

Zwischen Hoch ANDRE, Tief KARSTA und MARION

Hoch ANDRE sorgt auch Mittwoch und Donnerstag oft noch für freundliches Wetter. Am Mittwoch touchiert uns im Norden das Sturm- und Gewittertief KARSTA und am Donnerstag ist es nur im Nordwesten und äußersten Westen mit Tief MARION trüber. Ansonsten können wir uns nochmal über goldenes Novemberwetter freuen. Die Temperaturen sind meist noch zweistellig.

Die erste richtige Herbstattacke

Die Höchsttemperaturen am Freitag liegen zwischen 7 und 12 Grad.
7 bis 12 Grad: Die Höchsttemperaturen am Freitag fallen jetzt doch mal vollherbstlich aus.

Am Freitag aber wird es richtig herbstlich. Ein Tief zieht von den Britischen Inseln über die Nordsee über Deutschland hinweg. Die genaue Zugbahn ist noch unsicher, aber Wetter.de-Meteorologe Patrick Panke zufolge, könnte es für „die erste richtige Herbstattacke in diesem Jahr“ reichen. Nur noch 7 Grad in den Mittelgebirgen und im Flachland werden auch nur 10 bis 12 Grad erreicht.

Sturmgefahr hält sich in Grenzen

Die Karte zeigt die maximalen Windgeschwindigkeiten am Freitag.
Wind am Freitag: Besonders im Westen geht es ruppig zu.

Bei kräftigem Wind fühlt sich das Ganze aber noch frischer an. Besonders im Westen und Norden wird die polare Kaltluft mit Schmackes zugeführt. Es besteht dann Sturmgefahr, starke und stürmische Böen können immer mal dabei sein.

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Keine sonnige Zeiten

Die Grafik zeigt die Sonnenstunden am Freitag in Deutschland.
Huch? Die Sonne ist mal abgetaucht.

Wärmende Sonnenstrahlen gibt es höchstens mal im Nordosten. Ansonsten macht sich die Sonne rar. Hat sie sich verdient, könnte man sagen, nach dem Mehr-als-genug-Sonnenschein im Oktober, ist aber trotzdem schade. Mit gefüllten Vitamin-D-Akkus sollte aber ein Tag „grau und trüb“ zu überstehen sein.

Schnee-Streifschuss an den Alpen

Die Grafik zeigt die Niederschlagsverteilung in Deutschland am Freitag.
Flächendeckender Niederschlag - das ist selten geworden in Deutschland.

Dafür fällt häufig Regen und in den Alpen bis auf eine Höhe von 1500 Metern Schnee. Den meisten Niederschlag bekommt der Süden ab. Im Schwarzwald und im Stau der Alpen sind 20 Liter pro Quadratmeter drin – und auch mehr. In der Nacht zu Samstag sinkt die Schneefallgrenze voraussichtlich auf 1000 Meter.

Apropos voraussichtlich: Aus heutiger Sicht beruhigt sich das ruppige Wetter schnell wieder und auch im weiteren November-Verlauf bestimmt Hochdruck das Wettergeschehen.

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(ctr,ppa)