So funktioniert die Wechselwirkung in der Stratosphäre

Klimaerwärmung geht unserer Ozonschicht an den Kragen

Wettermoderator Christian Häckl über die Problematik des Ozons im Klimawandel

Die Ozonschicht schützt uns vor den aggressiven UV-Strahlen. Mit dem massenhaften Einsatz von Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoffe (FCKW) haben wir die Ozonschicht angegriffen und in Teilen zerstört. FCKW wurde vor allem als Kühlmittel eingesetzt und schließlich 1995 in Kühlschränken verboten. Das hat der Ozonschicht, die ja unsere Haut vor Sonnenbrand schützt, geholfen. Aber wie so oft bei unserem Klima: Ganz so einfach ist es nicht und die Klimaerwärmung wirkt sich auch wiederum negativ auf die Ozonschicht aus. Wir versuchen dieses komplexe System einmal einfach zu erklären.

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Weniger Ozon ist für uns Menschen sehr gefährlich

Nun ist es so, dass CO2 in den unteren Schichten der Atmosphäre die Temperatur erhöht, in höheren Schichten wie der Stratosphäre aber Abkühlung bringt. Wird es dort richtig kalt, hat das Folgen: Bei Temperaturen von weniger als -80 Grad im Polarwirbel werden die immer noch reichlich vorhandenen FCKW aktiv und bauen die Ozonschicht zusammen mit dem Sonnenlicht ab.

Die Ozonlöcher entstehen vor allem in den Polarregionen, die Ausläufer können aber durchaus bis Mitteleuropa vordringen. Übrigens: Ein richtiges Loch ist das Ozonloch nicht. Es ist eher eine starke Ausdünnung der Ozonschicht.

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Besonders im Frühjahr reduzierte Ozonschicht

Wissenschaftler hatten bei der einjährigen „Mosaic“-Expedition einen Rekord-Ozonverlust über der Arktis erfasst. Nun stellten sie fest, „dass dies auch das Resultat von Klimaveränderungen war“, so Expeditionsleiter Markus Rex. „Der arktische Polarwirbel driftet immer mal wieder auch über Mitteleuropa, sodass es auch in Deutschland jeweils im Frühjahr zu einigen Tagen reduzierter Ozonschicht kommen kann“, erklärt Rex.

Gute Nachrichten aus der Antarktis: Ozonloch so klein wie schon lange nicht mehr

Was heißt das? Das heißt, dass wir Europäer einer höheren UV-Strahlung ausgesetzt sind. Und die kann schwere Krankheiten wie Hautkrebs verursachen.

FCKW und andere Substanzen, die die Ozonschicht zerstören können, werden nur sehr, sehr langsam abgebaut. Positiv ist, dass seit dem Jahr 2000 die klimazerstörenden Substanzen im Polarwirbel weniger werden. Daher hoffen die Forscher, dass sich das Ozonloch über der Antarktis langsam schließt. Das über der Arktis wird uns noch eine Weile beschäftigen. Es ist erst 2020 entdeckt worden. Da heißt es für uns Europäer: Eincremen, eincremen, eincremen.

März 2020: Ozonloch erstmals über dem Nordpol entdeckt

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(osc)